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  Cebit 2010 FTD-Serie: Grün und wolkig

Die Cebit steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Sicherheit. Zudem spielen Themen wie Green-IT und Cloud Computing vom 2. bis zum 6. März wieder eine wichtige Rolle in Hannover. FTD.de präsentiert in seinem Spezial Fakten, Neuigkeiten und Hintergründe.

Merken   Drucken   03.03.2010, 14:48 Schriftgröße: AAA

IT-Infrastruktur: Software für den Aufschwung

Unternehmen kaufen wieder verstärkt IT-Lösungen zur Steuerung von Firmen. Wer jetzt investiert, will allerdings schnell Ergebnisse sehen - möglichst schon vor Vertragsabschluss. von Sibylle Schikora
Die Anbieter von Software zur Unternehmenssteuerung (Enterprise Resource Planning, ERP) hatten im vergangenen Jahr schwer zu kämpfen. Der Umsatz mit Software in Deutschland sank dem Branchenverband Bitkom zufolge um mehr als drei Prozent auf 14,6 Mrd. Euro. Grund für die mageren Zahlen: Viele Kunden stellten größere Investitionen zurück und setzten auf kleinere, weniger teure IT-Projekte.
"2009 war ein schwieriges Jahr für die Branche", sagt Ralf Gärtner, Vorstand des Münchener ERP-Anbieters SoftM , der seit dem Frühjahr vorigen Jahres zum Softwarehersteller Comarch gehört. "Die Nachfrage an Softwarelizenzen ging sogar um etwa 40 Prozent zurück", sagt Gärtner. Die Unternehmen der Branche verdienten also nicht an neuen Aufträgen, sondern an den bestehenden. Der Umsatz aus der Wartung von Software rettete die Anbieter durch die Krise.
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Doch inzwischen scheint der Abwärtstrend gestoppt. Im letzten Quartal 2009 ging es für die Hersteller jedenfalls wieder leicht aufwärts. Laut Bitkom stieg der Umsatz mit Software um ein halbes Prozent. "In vielen Unternehmen ist ein Investitionsstau entstanden, der sich in den kommenden zwei Jahren auflösen wird", sagt Verbandspräsident August-Wilhelm Scheer.
Auch eine aktuelle Studie des britischen Marktforschungsinstituts Coleman Parkes sowie des Chipherstellers Intel  deutet auf eine Wende hin: Danach planen fast 80 Prozent der Chefs europäischer Firmen im laufenden Jahr Investitionen in Software oder andere IT-Projekte. Außerdem gelten Investitionen in die IT-Infrastruktur für über die Hälfte der Befragten weiterhin als Möglichkeit, Kosten einzusparen und die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens zu erhöhen. Solche Nachrichten lassen die Anbieter zumindest etwas aufatmen.
"Noch sind wir vorsichtig mit unserer Einschätzung", sagt Bülent Uzuner, Vorstandsvorsitzender der IT-Beratung BTC: "Aber der positive Trend der vergangenen Monate lässt uns auf Besserung hoffen." Trotzdem steckt die Krise vielen Kunden der IT-Branche noch immer in den Knochen. "Unternehmen investieren weiterhin zurückhaltender als vor der Krise - gerade bei großen Projekten, etwa der Einführung eines neuen ERP-Systems", sagt Uzuner.
Der Grund: Fast jedes mittelständische und größere Unternehmen hat bereits eine ERP-Lösung, größere Investitionen können deshalb verschoben werden. Hinzu kommt: "Wer nicht weiß, ob und wann sich die eigene Branche wieder erholt, setzt nicht auf ein System, das er erst im Aufschwung benötigt", so IT-Berater Uzuner. Kleine Lösungen sind deshalb immer noch an der Tagesordnung: Unternehmen erneuern nicht das gesamte ERP-System, sondern nur Teile, etwa Lösungen für Business-Intelligence oder Customer-Relationship-Management.

Teil 2: Systeme für den schnellen messbaren Erfolg

  • FTD.de, 03.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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