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Merken   Drucken   26.09.2011, 22:13 Schriftgröße: AAA

Erfolgloses Handy-Betriebssystem: Intel wirft Rettungsring für Meego

Wie mit so vielem scheiterte Nokia auch mit dem eigenen Betriebssystem für Mobiltelefone. Intel startet einen Wiederbelebungsversuch - mit Hilfe von Schwergewichten der Unterhaltungselektronik aus Japan und Südkorea.
© Bild: 2011 AFP
Exklusiv Wie mit so vielem scheiterte Nokia auch mit dem eigenen Betriebssystem für Mobiltelefone. Intel startet einen Wiederbelebungsversuch - mit Hilfe von Schwergewichten der Unterhaltungselektronik aus Japan und Südkorea. von Thomas Wendel, Hamburg
Die erfolglose Handy- und Tablet-Software Meego soll nach dem Ausstieg Nokias  erneut eine Chance erhalten. Der weltgrößte Chiphersteller Intel  hat für die von ihm weitgehend allein finanzierte Mobilplattform offenbar neue Partner gefunden. Nach FTD-Informationen soll das Betriebssystem nun mit der Konkurrenzplattform Limo fusioniert werden. Hinter Limo stehen Elektronikschwergewichte wie die japanischen Konzerne NEC  und Panasonic  oder Samsung  aus Südkorea. Intel wollte dies am Montag nicht kommentieren. Von der Limo-Stiftung, der Dachorganisation für die Limo-Software, war bis Redaktionsschluss ebenfalls keine Stellungnahme zu erhalten.
Kursinformationen und Charts
  Nokia 2,214 EUR  [0.034 +1,56%
  Intel 20,481 EUR  [0.039 +0,19%
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Eine solche Fusion würde erneut zeigen, dass Intel nicht in der Lage ist, ohne fremde Hilfe im Handygeschäft Fuß zu fassen. Erst Anfang 2010 hatte der kalifornische Konzern sein damaliges Telefon-und Tablet-Betriebssystem in eine Zweckehe mit Nokia eingebracht und daraus Meego entwickelt. Anfang 2011 kündigte Nokia Intel jedoch die Partnerschaft und beschloss, künftig Windows-Software von Microsoft in seinen Smartphones zu verwenden. Meego wird seitdem nur von wenigen Unternehmen eingesetzt. Der US-Marktforscher Gartner schätzt den Absatz von Meego-Tablets für 2011 auf weltweit 476.000 Stück, was einem Marktanteil von weniger als einem Prozent entspricht.
In Smartphones ist Meego noch seltener zu finden. Hersteller wie Acer  bauen nur kleine Stückzahlen der Geräte. Die Hoffnung Intels, mit Meego eine Alternative zu Apples  iPhone-Plattform oder Googles  Android aufzubauen, hat sich zerschlagen.
Einen kompletten Rückzug aus dem Handysoftwaregeschäft kann sich Intel kaum leisten: Der Konzern ist noch immer stark vom Verkauf seiner Computerchips abhängig. Seit Jahren versucht Intel deshalb, in den schnell wachsenden Markt für mobile Geräte einzudringen - jedoch ohne Erfolg. Die vergleichsweise stromhungrigen Intel-Chips sind bei Handyherstellern bislang durchgefallen. Stattdessen verwenden sie überwiegend Strom sparende Prozessoren, die auf der Architektur des britischen Chipdesigners ARM basieren.
Um überhaupt eine Chance gegen ARM  zu erhalten, hat Intel massiv in Meego investiert. Eine auf Intel-Chips abgestimmte Software ist nicht nur technisch von Vorteil; Intel wird auch in die Lage versetzt, seinen Chipkunden eine lizenzkostenfreie Softwarealternative zu Android anzubieten.
Doch Meego konnte bislang mit dem Entwicklungstempo und Angebot an Zusatzsoftware für Android und Apples iPhone nicht mithalten. Nun hofft man auf neuen Schub durch die Limo-Partner - die allerdings bislang nur auf dem japanischen Markt ihre Geräte in nennenswerten Stückzahlen absetzen konnten.
22:33:41 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Nokia 2,214 EUR   +1,56%  0.034
Intel 20,481 EUR   +0,19%  0.039
NEC Electronics 273 JPY   +1,87%  5
Panasonic 527 JPY   -1,13%  -6
Samsung 242,688 EUR   -0,13%  -0.312
ACER 3,942 EUR   -0,25%  -0.01
Apple 447,135 EUR   -1,06%  -4.811
Google 471,554 EUR   -1,48%  -7.087
ARM 491,2 GBp   -0,81%  -4
  • Aus der FTD vom 27.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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Microsoft 23,223 EUR   +0,72% 
Apple 447,135 EUR   -1,06% 
Google 471,554 EUR   -1,48% 
Intel 20,481 EUR   +0,19% 
Advanced Micro Devices 6,22 USD   +3,32% 
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