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Merken   Drucken   25.08.2010, 11:58 Schriftgröße: AAA

Exorbitante Bewertung: Facebook wird sich selbst zu groß  

Gemessen an seiner Bewertung auf dem Sekundärmarkt ist das weltgrößte soziale Netzwerk inzwischen größer als Ebay oder Yahoo. Der Börsengang könnte noch Jahre dauern, die Jagd nach Anteilen verschärft sich aber jetzt schon. Das bereitet Facebook viel Arbeit.
© Bild: 2010 AP
Gemessen an seiner Bewertung auf dem Sekundärmarkt ist das weltgrößte soziale Netzwerk inzwischen größer als Ebay oder Yahoo. Der Börsengang könnte noch Jahre dauern, die Jagd nach Anteilen verschärft sich aber jetzt schon. Das bereitet Facebook viel Arbeit. von David Gelles, San Francisco
Facebook hat einen Marktwert von 33,7 Mrd. Dollar erreicht und hängt damit Internetgrößen wie Ebay  und Yahoo  ab. Zwar ist Facebook nicht an der Börse gelistet, die Bewertung ergibt sich aber aus Transaktionen auf dem Sekundärmarkt. Die hohe Bewertung bereitet dem weltgrößten sozialen Netzwerk einige Kopfschmerzen.
Stammaktien von Facebook werden inzwischen für bis zu 76 Dollar das Stück gehandelt, während die Investoren versuchen, sich vor einem Börsengang Anteile zu sichern. Analysten gehen davon aus, dass es die größte Erstemission im Technologiebereich werden könnte, seit 2004 Google-Aktien auf den Markt kamen. Bei Facebook heißt es bisher, man werde frühestens 2013 an die Börse gehen. Mitarbeitern aus der Frühphase des Unternehmens und Investoren steht es frei, ihre Firmenanteile zu verkaufen. Da es zumindest kurzfristig keinen Börsengang geben wird, nutzen viele diesen Weg, um aus ihrer Beteiligung Kapital zu schlagen.
Der Andrang auf Anteile ist inzwischen so groß, dass er Facebook jede Menge Arbeit macht. "Facebook ist in dieser Hinsicht führend", sagte Jura-Professor Joseph Grundfest von der Universität Stanford. "Sie sind das erste Privatunternehmen, das sich ausführlich mit dieser Frage auseinandersetzen und zu außergewöhnlichen Maßnahmen greifen muss."
Als Privatunternehmen darf Facebook nicht mehr als 500 Anteilseigner aufweisen. Aus dem Konzernumfeld heißt es, man liege weit unter dieser Grenze. Um die Zahl der neuen Aktionäre zu begrenzen, übt Facebook aber sein Vorkaufsrecht aus und kauft eigene Anteile zurück. Das Vorkaufsrecht überträgt Facebook dabei meistens einem der bestehenden Aktionäre, beispielsweise dem Investmentunternehmen Tiger Global.

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