"Onlinevideowerbung wird heute noch viel zu wenig in der Praxis eingesetzt. Wer jetzt nicht lernt, verspielt die Zukunft seiner Marke", sagte Florian Haller, Chef der Medienagentur Serviceplan.
Gerade junge Menschen schauen sich immer häufiger Onlinevideos an, dieser Trend hält bereits seit Jahren an. Laut einer Untersuchung des Marktforschers Nielsen schauen in Deutschland mittlerweile 77 Prozent aller Internetnutzer Clips im Internet. Die Sehgewohnheiten verlagern sich dabei zunehmend auf professionelle Videos, die Fernsehsender oder Tageszeitungen im Internet bereitstellen - Inhalte also, die sich besser für Werbeschaltungen eignen, als selbst erstellte Clips, die auf kostenfreien Videoportalen wie Youtube hochgeladen werden.
"Einige Jugendliche schauen schon heute mehr Videos im Internet als im Fernsehen", sagte Jason Glickman, Chef des Onlinevideovermarkters Tremor Media, auf dem in Kooperation mit der FTD veranstalteten Kongress. Laut Glickman werde sich dieser Trend weiter fortsetzen, was sich bisher jedoch noch nicht in den Werbebudgets großer Unternehmen widerspiegele. Nur rund 1,5 Prozent aller Ausgaben für Bewegtbilderwerbung sei in den USA in diesem Jahr für Onlinevideos gebucht. Bis 2013 rechnet der Experte bei Internetvideos mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent.