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Google
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457,538 EUR |
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Es ist das erste Mal, dass Google ein Gratisangebot für bestehende Kunden kostenpflichtig macht. Bislang ist Maps für alle öffentlich zugänglichen Internetseiten kostenfrei. Bezahl-Websites hingegen müssen Gebühren entrichten, ebenso Kunden, die Zusatzfunktionen nutzen wollen.
Die Neuregelung kann deshalb für Tausende Internetunternehmen weltweit teuer werden. Die deutsche Privatzimmervermittlung Wimdu, im Frühjahr von den Samwer-Brüdern gegründet, droht mit einer Abkehr von Google Maps: "Wir ziehen in Betracht, den Anbieter zu wechseln, wenn Google nicht von seinem Vorhaben zurücktritt oder besondere Konditionen anbietet", sagte Wimdu-Entwicklungschef Frederik Vollert der FTD. Google verkündete via Twitter, betroffen seien "nur die obersten 0,35 Prozent" aller Websites.
Das Bezahlmodell könnte Google Marktanteile kosten. Der Konzern ist die Nummer eins bei Online-Landkarten. Tausende Unternehmen von Reiseanbietern über den Rabattdienst Groupon bis zum Empfehlungsportal Qype benutzen Google Maps als zentrales Element ihres Onlineauftritts. Microsoft versucht aber schon länger, Google mit dem eigenen Bing-Kartendienst Nutzer abzujagen.
Geschäftskunden schätzen zwar die einfache Handhabung von Google Maps. So ist der Marktführer für Online-Hotelbuchungen, HRS, vor einem Monat von Bing zu Google Maps gewechselt - und will dem Angebot treu bleiben. "Wir haben eine Lizenz erworben und bezahlen bereits für die Einbindung des Dienstes", sagte ein HRS-Sprecher. Doch Google droht neue Konkurrenz: Nokia hat vergangene Woche angekündigt, seinen Kartendienst von der eigenen auf andere Handyplattformen auszuweiten.