Endlich eine Einigung nach monatelangen Gesprächen: Die Nachrichtenagentur wird Google künftig Inhalte liefern. Für Associated Press ist das Abkommen mit der weltgrößten Suchmaschine mehr als ein reiner Lieferantenvertrag.
Google und die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press haben sich auf eine neue Lizenzvereinbarung geeinigt. Der Vertrag erlaubt dem Suchmaschinenbetreiber, weiter AP-Material auf seiner Website zu nutzen.
Die Monate währenden Verhandlungen hatten sich zum Teil schwierig gestaltet. Google hatte Ende Dezember die Nutzung der AP-Nachrichten eingestellt, nachdem die alte Absprache geendet hatte. Finanzielle Einzelheiten sowie die Dauer des Vertrags wurden nicht veröffentlicht.
Für AP ist der Durchbruch eine gute Neuigkeit. Kämpfen Nachrichtenagenturen - ähnlich wie Verlage - gegen die wachsende elektronische Konkurrenz. Erst im Juni hatte der US-Nachrichtensender CNN angekündigt, AP aus dem Programm zu werfen. Die Time Warner-Tochter spart und will zudem selbst zu einem unverwechselbaren Nachrichtenlieferanten werden.
Auch aus einem weiteren Grund ist die Vereinbarung zwischen Google und AP für die Agentur hoch erfreulich. Beide Unternehmen würden gemeinsam daran arbeiten, die Auffindbarkeit und die Verbreitung von Nachrichten zu verbessern, teilte Associated Press mit. Dieser Passus wurde am Dienstag auf Branchenblogs im Internet emsig diskutiert.
Denn er zeige, dass AP von einem reinen Lieferanten journalistischer Inhalte zu einem Partner Googles aufsteige, meinen Fachleute. Bei dem Kontrakt mit der mächtigsten Suchmaschine der Welt gehe es also um viel mehr als eine reine Vertragsverlängerung.
Google hatte seit 2006 für AP-Material bezahlt, nachdem die Agentur mit einer Klage gedroht hatte. Der alte Nutzungsvertrag war um den Jahreswechsel ausgelaufen. Über mehrere Wochen hatte Google auch keine AP-Meldungen mehr verbreitet. Mit dem Google-Rivalen Yahoo war sich AP bereits im Februar einig geworden, zu den genauen Konditionen herrscht auch hier Stillschweigen.
AP befindet sich im Besitz von US-Medienunternehmen und betreibt eines der größten Korrespondentennetze der Welt.
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