Stuttgart – Standort Deutschland in der Krise – doch die 40 Dax-Konzerne zahlen ihren Aktionären Rekord-Dividenden. Die Ausschüttungen erreichen 2024 die historische Höchstmarke von 53,8 Milliarden Euro, hat die Wirtschaftsberatung EY ermittelt – 51,4 Milliarden waren es im Vorjahr. Stabile Dividenden vermitteln Sicherheit, doch am Horizont zeichnet sich ein Ende des Booms ab.
Die Hälfte der Unternehmen im deutschen Leitindex übertrifft ihren eigenen Ausschüttungsrekord. Dividenden-Primus ist Mercedes-Benz: Trotz leichten Rückgangs gehen 5,5 Milliarden Euro an die Daimler-Aktionäre. Es folgen die Allianz mit 5,4 Milliarden Euro und VW mit 4,5 Milliarden Euro.
![YouTube](https://www.ftd.de/wp-content/plugins/borlabs-cookie/assets/images/cb-no-thumbnail.png)
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren
Größter Zuwachs bei Porsche – keine Ausschüttung bei 5 Konzernen
Über einen saftigen Zuschlag können sich die Aktionäre der Porsche AG freuen – plus 129 Prozent auf nun 2,1 Milliarden Euro Ausschüttungsvolumen. 23 Dax-Konzerne gönnen ihren Anteilseignern ebenfalls eine Erhöhung, während 9 das Volumen reduzieren und 8 weitere das Level stabil halten.
Es gibt auch Sorgenkinder: Bei 5 Dax-Mitgliedern müssen Aktionäre 2024 auf Dividende verzichten. Betroffen sind die Aktienbesitzer des Online-Shops Zalando, des Medizintechnik-Spezialisten Qiagen, des Pharma-Konzerns Fresenius, des Polymer-Herstellers Covestro sowie von Siemens Energy.
Grünes Licht der Hauptversammlungen – die Gewinne sind geschrumpft
Die Zahlen stehen noch unter dem Vorbehalt, dass alle Hauptversammlungen den Dividenden-Vorschlägen der Vorstände zustimmen. Doch das ist in der Regel eine Formalität. Über Dividenden beteiligen Aktionsgesellschaften die Aktionäre am Gewinn. Die Ausschüttungen tragen neben Kursanstiegen zur Rendite bei. Darauf kommt es bei Dividenden-Werten an.
Während die Dividenden hochgehen, zeigt die Gewinnkurve der Dax-Schwergewichte nach unten. Der Ertrag nach Steuern aller 40 Mitglieder schrumpfte um 6 Prozent auf 120,9 Milliarden Euro. Die Ausschüttungsquote liegt mit 44,5 Prozent aber noch unter dem 5-Jahres-Schnitt (47,6 Prozent).
Dividenden sollen Anleger locken – doch Druck auf die Gewinne steigt
Mit ihrer Dividendenpolitik wollen die Dax-Konzerne wohl auch Investoren anziehen, darauf weist EY-Partner Mathieu Meyer hin. Denn Tugenden wie verlässliche Ausschüttungen würden für Investoren wieder wichtiger. Gegenüber 2019 haben sich die Ausschüttungen im Dax um 54 Prozent erhöht.
Aber der Dividenden-Himmel verdüstert sich. Die wirtschaftlichen und politischen Risiken wachsen, viele Konzerne haben zudem ambitionierte Sparprogramme eingeleitet. EY-Experte Meyer: „Sollte der Druck auf die Gewinne in diesem Jahr anhalten, werden wohl auch die Dividenden-Ausschüttungen auf den Prüfstand gestellt werden.“ Denn der Investitionsbedarf bleibt weiter hoch.
![](https://www.ftd.de/wp-content/uploads/Newsletter-Banner.png)
![](https://www.ftd.de/wp-content/uploads/DepotcheckBanner-min.png)
Meistgelesen
Vergleiche
![](https://www.ftd.de/wp-content/uploads/Festgeld.png)
Festgeld-Vergleich
Geben Sie die Laufzeit vor, ftd.de findet die besten Zinsen
![](https://www.ftd.de/wp-content/uploads/Tagesgeld.png)
Tagesgeld-Vergleich
Mit dem Einlagensicherungscheck sind Sie auf der sicheren Seite
![](https://www.ftd.de/wp-content/uploads/depotvergleich.png)
Depot-Vergleich
Ohne den Vergleich von ftd.de sollten Sie kein Depot eröffnen