Festgeld

Festgeld2018-11-26T12:35:53+00:00
  • Das Wichtigste in Kürze

  • Im Vergleich sehr sichere Geldanlage

  • Garantierte Zinsen, fester Anlagezeitraum

  • Kostenlose Kontoeröffnung und -führung

  • Keine Verfügbarkeit für die Laufzeit

  • Kontoeröffnung online in wenigen Minuten

  • Online Zinsen vergleichen

  • Garantierte Zinsen für einen festen Zeitraum
  • Keine Kosten für den Anleger
  • Zinseszins möglich bei längeren Laufzeiten
  • Höhere Renditeerwartung als für Tagesgeld
  • EU-Einlagensicherung und Staatsgarantien
  • Aktuelles Zinsniveau eher niedrig
  • Keine Verfügbarkeit bis zum Ende der Laufzeit
  • Zinsbindung für mehrere Jahre evtl. nachteilig
  • Oft nur ab 10.000 Euro Anlagesumme möglich
  • Deutsche Banken: Es gilt die EU-Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde sowie darüber hinaus private Sicherungsfonds und Staatsgarantien.
  • Europäische Banken: Es gilt die EU-Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde.
  • Banken aus Drittländern: Individuelle Einlagensicherung des Landes muss erfragt werden.

Empfehlung der Redaktion: Das Festgeld von Klarna (Schweden) für 12 und 24 Monate

Direkt zum Festgeldrechner

Festgeld: Eine Einführung

Festgeld bietet garantierte Zinsen, auch Festzins genannt. (Foto: Fotolia)

Selbst in Zeiten niedriger Zinsen suchen Anleger gezielt nach Geldanlagen, die besonders sicher und demzufolge mit möglichst keinem Risiko versehen sind. Dies erklärt unter anderem, warum neben dem Tagesgeld auch das Festgeld eine häufig gewählte Alternative ist, selbst wenn die Verzinsung während der Niedrigzinsphase äußerst gering ist. Wie und wo Sie ein Festgeldkonto eröffnen können, was die Festgeldzinsen sind, wie es mit der Sicherheit von Festgeld bestellt ist und zahlreiche weitere Fragen werden wir in den folgenden Abschnitten beantworten.

So funktioniert Festgeld

Das Festgeldkonto wird von zahlreichen Kreditinstituten angeboten, häufiger unter der Bezeichnung Termingeld. Wo und wie die Eröffnung des Festgeldkontos stattfindet, hängt insbesondere davon ab, ob Sie sich für eine Filial- oder Direktbank entscheiden. Die dritte Alternative besteht in einer Filialbank, die zwar das Festgeld auch in der Geschäftsstelle anbietet, darüber hinaus jedoch alternativ ebenso über die eigene Webseite. Sie können sich bezüglich der Eröffnung des Festgeldkontos demzufolge für einen der folgenden drei Wege entscheiden:

  • Eröffnung in einer Geschäftsstelle
  • Eröffnung bei einer Direktbank
  • Eröffnung bei einer Filialbank, allerdings auf deren Webseite

Falls Sie sich für den Online-Weg entscheiden, müssen Sie zur Eröffnung des Festgeldkontos einen sogenannten Kontoeröffnungsantrag ausfüllen, was natürlich über die Webseite der Bank funktioniert. Dort machen Sie einige Angaben und müssen sich anschließend legitimieren, denn jedes Kreditinstitut ist dazu verpflichtet, die Identität des Kontoinhabers nachzuweisen. Dies geschieht für gewöhnlich per Postident-Verfahren, aber immer mehr Kreditinstitute bieten auch das moderne Videoident-Verfahren an. Zudem gehört es zur Eröffnung des Festgeldkontos, dass Sie noch ein Referenzkonto angeben, über welches die Verrechnung stattfinden soll, falls Sie Geld vom Festgeldkonto abrufen oder auf das Konto überweisen möchten.

» Mehr zum Festgeldkonto

Die Festgeldzinsen sind der einzige Ertrag, den Sie bei der Festgeldanlage erhalten, es sei denn, Sie entscheiden sich für ein in ausländischer Währung geführtes Festgeldkonto. Dann könnte zusätzlich zu den Zinsen noch ein Währungsgewinn hinzukommen. Die Höhe der Festgeldzinsen hängt – wie bei zahlreichen verzinslichen Anlageformen – insbesondere von der Entwicklung der EZB-Leitzinsen ab. Da der Leitzins schon seit Jahren auf einem Tiefpunkt angelangt ist, sind auch die Festgeldzinsen nur noch relativ gering und bewegen sich (Stand Ende 2018) selten oberhalb von 0,5 Prozent. Im Gegensatz zu den Tagesgeldzinsen sind die Festgeldzinsen übrigens nicht variabel, sondern Sie vereinbaren mit der Bank für die Anlagedauer einen Zinssatz, der bis zur Fälligkeit nicht verändert werden darf.

» Mehr zu Festgeldzinsen

Eine markante Eigenschaft besteht beim Festgeld – insbesondere im Vergleich zum Tagesgeld – darin, dass Sie sich vor dem Abschluss einer Festgeldanlage für eine Laufzeit entscheiden müssen. Die meisten Banken bieten ihre Festgelder zu Laufzeiten zwischen 30 Tagen und mehreren Jahren an. Der große Vorteil besteht bei der Festlegedauer daran, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit garantiert ist. Der wesentliche Nachteil ist allerdings, dass Sie auf die Zustimmung der kontoführenden Bank angewiesen sind, falls Sie Ihr festgelegtes Kapital vorzeitig verfügen möchten. Zudem ist auch der Zinssatz in Grenzen abhängig von der gewählten Laufzeit, was Sie bei der Wahl der Anlagedauer ebenfalls beachten sollten. Meistens erhalten Sie für längere Laufzeiten auch einen etwas höheren Zins als bei kurzen Laufzeiten, jedoch binden Sie Ihr Kapital dann unter Umständen unnötig lange an einen relativ niedrigen Zinssatz, sodass ein Abwägen von großer Bedeutung ist.

» Mehr zur Laufzeit

Der Festgeldvergleich ist wichtig, denn er hilft Ihnen dabei, die möglichst besten Angebote zu finden. Dabei geht es natürlich in erster Linie darum, dass Sie den Anbieter ausfindig machen, der jeweils aktuell die höchsten Festgeldzinsen im Angebot hat. Dabei kann es sich sowohl um eine Filialbank als auch um eine Direktbank handeln, wobei insbesondere die Direktbanken häufig die besseren Konditionen bieten. Darüber hinaus gibt es eine weitere Gruppe, die sich in der Vergangenheit in einem Festgeldvergleich häufig auszeichnen konnte, nämlich die ausländischen Banken. Diese stellen teilweise sogar deutlich höhere Festgeldzinsen zur Verfügung, als es bei inländischen Kreditinstituten der Fall ist. Auf jeden Fall ist der Festgeldvergleich zu empfehlen, denn insbesondere bei etwas größeren Anlagesummen können Sie so einen teilweise deutlich höheren Ertrag erzielen, wenn Sie sich für einen besonders guten Anbieter entscheiden.

» Mehr zum Festgeldvergleich

Die größte Stärke des Festgeldes besteht darin, dass es sich um eine äußerst sichere Anlageform handelt. Doch worum ist das so? Das Festgeld beinhaltet als Kapitalanlage weder ein Kurs- noch Zinsrisiko. Das Währungsrisiko existiert lediglich dann, wenn Sie sich bewusst dafür entscheiden, Ihr Geld auf einem Festgeldkonto anzulegen, welches in einer Fremdwährung geführt wird. In aller Regel gibt es beim Festgeld also nur ein Risiko, nämlich das Emittentenrisiko. Dieses wird allerdings – zumindest bei Kreditinstituten innerhalb der Eurozone – bestens abgesichert, nämlich in Form der gesetzlichen Einlagensicherung. Diese sorgt dafür, dass pro Kunde Guthaben von bis zu 100.000 Euro auf dem Festgeldkonto geschützt sind. Dazu tragen zudem einige EU-Richtlinien bei, welche den Banken bestimmte Vorgaben machen, was beispielsweise die Eigenkapitalquote angeht. Nicht zuletzt gibt es in diversen Staaten, unter anderem auch in Deutschland, eine Staatsgarantie. Diese greift für den Fall, dass die kontoführende Bank insolvent werden würde und die Einlagensicherung nicht ausreicht, um die Kundengelder zurückzuzahlen.

» Mehr zur Einlagensicherung

Die Entwicklung der Tagesgeldzinsen ist in den vergangenen rund zehn Jahren für Anleger nicht besonders erfreulich gewesen. Insbesondere seit der Finanzkrise im Jahre 2008 / 2009 sind die Tagesgeldzinsen auf breiter Ebene gefallen. Wurden vor zehn Jahren teilweise noch Tagesgeldzinsen von über vier Prozent gezahlt, so liegen die durchschnittlichen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto heute nur noch bei rund 0,20 Prozent. Der Grund ist im Wesentlichen der EZB-Leitzins, der mit 0,0 Prozent historisch niedrig ist. Aber auch die Auswirkung der Finanzkrise und die allgemein nicht besonders gute wirtschaftliche Lage innerhalb der EU sind Gründe dafür, dass die Kapitalmarktzinsen und somit auch die Tagesgeldzinsen sehr niedrig sind. Die Entwicklung könnte zukünftig allerdings wieder positiver ausfallen, wenn nämlich die Leitzinsen erhöht werden.

» Mehr zur Zinsentwicklung

Das Festgeld ist als Geldanlage natürlich insbesondere für sehr sicherheitsorientierte Anleger eine gute Wahl. Im Vergleich zum Tagesgeld kann sich das Festgeld vor allem durch die Zinssicherheit auszeichnen, denn der vereinbarte Zinssatz gilt für die gesamte Laufzeit der Festgeldanlage. Ein Nachteil gegenüber dem Tagesgeld besteht allerdings darin, dass Sie sich mit Ihrem Kapital eben an die gewählte Festlegedauer binden und keine tägliche Verfügbarkeit vorhanden ist, wie es beim Tagesgeld der Fall ist. Im Vergleich zum Sparbuch trifft dies ebenfalls zu, allerdings beinhaltet die Festgeldanlage dann – insbesondere bei etwas längeren Laufzeiten – meistens einen höheren Zinssatz. Nachteilig kann beim Festgeld im Vergleich zum Sparbuch sein, dass die meisten Banken bei der Festgeldanlage eine Mindesteinzahlung fordern, die es beim gewöhnlichen Sparbuch normalerweise nicht gibt.

» Mehr zu Festgeld als Geldanlage

Beim Festgeld gibt es einige Konditionen, auf die Sie auch beim Festgeldvergleich achten sollten. An erster Stelle sind natürlich die Festgeldzinsen zu nennen, die für die meisten Anleger die wichtigste Festgeldkondition darstellen. Insbesondere Neukunden sollten beim entsprechenden Anbieter genau auf eventuelle Sonderkonditionen achten, denn manche Banken räumen neuen Kunden beispielsweise einen höheren Zinssatz ein oder bieten einen anderen zusätzlichen Vorteil an. Dabei kann es sich unter anderem um Zinsgarantien handeln, die für einen befristeten Zeitraum gelten.

Im Überblick sind es insbesondere die folgenden Festgeldkonditionen, auf die Sie bei den entsprechenden Angeboten achten sollten:

  • Festgeldzinsen (Zinssatz)
  • Zinsgutschriftintervalle
  • Mindesteinlagesumme
  • Sonderkonditionen für Neukunden, beispielsweise Zinsgarantien
» Mehr über Festgeldkonditionen

Am Markt existiert eine Reihe von Banken, die ein Festgeld zur Verfügung stellen. Diese Kreditinstitute können in die folgenden drei großen Gruppen unterteilt werden:

  • Filialbank
  • Direktbanken
  • Ausländische Banken

Im Zeitalter des Internets ist es bei den weitaus meisten Banken möglich, die Festgeldkonto-Eröffnung online vorzunehmen. Dennoch sollten Sie darauf achten, für welche Bank – unabhängig der Zinskonditionen – Sie sich entscheiden, also ob Sie eine Direktbank, eine Filialbank oder eine ausländische Bank favorisieren. Ein großer Unterschied kann neben den Konditionen nämlich insbesondere in der Einlagensicherung bestehen, denn nicht für alle ausländischen Banken gilt wie hierzulande die gesetzliche Einlagensicherung.

» Mehr über Banken

Direktbanken und das Festgeld passen für zahlreiche Anleger deshalb gut zusammen, weil die Online-Banken in vielen Fällen etwas bessere Konditionen als Filialbanken bieten können. Dies gilt übrigens für Direktbanken im Inland genauso wie für ausländische Banken, die das Festgeld als Geldanlage online zur Verfügung stellen. Bei Direktbanken profitieren Sie ferner davon, dass die Festgeldkonditionen in aller Regel transparent auf der Webseite veröffentlicht werden, während manche Filialbanken nicht immer besonders auskunftsfreudig sind, wenn es um die aktuell gültigen Festgeldzinsen geht. Ferner ist die Kontoeröffnung bei der Direktbank schnell und unkompliziert, denn sie nimmt selten mehr als 15 Minuten in Anspruch. Bei der Filialbank gibt es stattdessen häufig zusätzlich noch ein Anlagegespräch, Sie müssen zuvor einen Termin machen und wenden daher im Durchschnitt deutlich mehr Zeit auf, als wenn Sie sich für die Kontoeröffnung über die Webseite entscheiden.

» Mehr über Direktbanken

Falls Sie berechnen möchten, wie viele Zinsen Sie innerhalb Jahres auf Grundlage Ihrer Anlagesumme mit dem Festgeld erzielen können, bietet sich die Nutzung eines Festgeldrechners an. Die reine Rechenfunktion beinhaltet, dass Sie unter Angabe Ihres auf dem Festgeldkonto deponierten Guthabens und des Zinssatzes, den die Bank zahlt, die Zinsen für einen bestimmten Zeitraum sowie die Zinseszinsen berechnen können. Somit können Sie mit dem Festgeldrechner beispielsweise ermitteln, welche Zinsen Sie innerhalb eines Jahres bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro mit einem Zinssatz von 0,48 Prozent erhalten können und wie hoch die Zinseszinsen bei einer Verlängerung wären. Der Festgeldrechner dient allerdings nicht nur zur Berechnung der Zinsen und Zinseszinsen, sondern beinhaltet in aller Regel zusätzlich einen Vergleich der Angebote. Somit sind die meisten Festgeldrechner zum einen Online-Rechner und zum anderen dienen sie als Festgeldvergleich.

» Direkt zum Festgeldrechner

Vielleicht haben auch Sie schon einmal einen Artikel gelesen, in dem mehrere Festgeldangebote und die entsprechenden Banken miteinander verglichen und anhand verschiedener Kriterien bewertet worden sind. Doch wer testet eigentlich Festgeldangebote? Unter anderem ist es die Fachzeitschrift Finanztest, die in nahezu regelmäßigen Abständen zahlreiche Angebote aus dem Finanzbereich untersucht, so auch die Festgeldangebote. Meistens nimmt Finanztest dabei nicht nur die Konditionen unter die Lupe, sondern beispielsweise auch den Kundenservice und die Vertragsbedingungen. Darüber hinaus gibt es einige Websites, die in eigener Regie ebenfalls häufiger Festgeldangebote testen, wie zum Beispiel Finanztip. Zudem existieren für Webseiten und Festgeldangebote verschiedene Siegel, die beispielsweise vom TÜV vergeben werden. Wie aussagekräftig solche Tests und Zertifikate bzw. Siegel sind, hängt vor allem von den Vergleichskriterien und weiteren Merkmalen ab, die Sie als Anleger kennen sollten.

» Mehr über Festgeldtests
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