Viele von uns bekommen ihn zu spüren, den Handwerkermangel. Wenn die Tür klemmt, das Fenster undicht ist oder Toiletten plötzlich nicht mehr so richtig spülen, wie sie sollten. Für uns Kunden bedeutet das: Wer einen Handwerker braucht und ruft, muss schon mal sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen; einige Betriebe, die ein, in Not geratener Bürger, in seiner Verzweiflung anruft, lehnen sogar ganz ab – mit Hinweis auf die vollen Auftragsbücher.
Gleichzeitig ist den Betrieben der Mangel an Fachkräften durchaus bewusst und unangenehm – Ja, eine volle Auftragslage mag schön sein, doch, wenn im gleichen Atemzug Fachpersonal fehlt um betrieblich zu „wachsen“, so werden hier, möglicherweise einmalige, betriebswirtschaftliche Chancen vertan bzw. Potenzial nicht genutzt. Weiter schaffen es einige Fachbetriebe aufgrund der aktuellen Personalnotlage nicht einmal, den regulären Betrieb aufrechtzuerhalten; so kam es vereinzelt im vergangenen Jahr vor, dass z. B. der Bäcker um die Ecke nicht wie gewohnt öffnen konnte – weil es an Personal mangelte.
1. Fast alle handwerklichen Berufe betroffen
Der Fachkräftemangel im Handwerk erfasst dabei nicht nur einen bestimmten Handwerkszweig, sondern so gut wie alle handwerklichen Berufsbilder. So kann es einem deutschen Bürger momentan passieren (in Dezember 2018), dass wenn er einen Handwerker dringend benötigt und ihn anruft, bis zu neun Wochen auf Hilfe warten muss. Und das alles, nur weil die notwendigen Fachkräfte in Deutschland derzeit nicht vorhanden sind. Offenbar mittlerweile gang und gäbe in Deutschland: Ein Handwerker wird dringend gebraucht, aber es findet sich keiner, der die Arbeit übernehmen kann.
2. Lösungsansätze von Politik und Handwerk
Für viele Handwerksbetriebe stellt sich die Not leidende Frage: Wie begegnen wir diesem vorherrschenden Fachkräftemangel? Während die Handwerksbetriebe ihren Blick sicherlich eher auf kurzfristige Lösungen werfen (die ihr Fachkräfteproblem kurzfristig lösen sollen), hat die Politik einen potenziell nachhaltigeren Ansatz.
So sei möglicherweise endlich das Umsetzen des „Berufsbildungspaktes“ geplant; bzw. es steht zumindest im „Gespräch“, diesen endlich zufriedenstellend umzusetzen. Immerhin wurde er sogar schon in den Koalitionsvertrag hineingepackt – aber wie gesagt, bis dato, leider noch nicht wirklich realisiert. Das Handwerk fordert zudem: Bitte lasst mehr Geld in die Berufsschulen fließen. Mehr Mittel und vor allem mehr Lehrer für die Berufsschulen seien notwendig. Auch wird vereinzelt gefordert, den Zugang zu den Meisterausbildungen für die Handwerker kostengünstiger zu gestalten, um die Lage zu verbessern.
Bildnachweise: picjumbo_com/Pixabay.com (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)
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