Nicht alle Reaktionen sind positiv
Es gibt aber auch wütende Reaktionen: Neben müden Bitten, einzelne Adressen aus dem Verteiler zu nehmen, finden sich auch Ausrufe wie: "Ja seid Ihr denn alle ein bisschen bluna!" Das Büro von Frank Steffel (CDU) kommt auf die Idee, die E-Mail-Schlacht für eine Verlosung zu nutzen. Zwei Karten für ein Handballspiel der Berliner Füchse werden angeboten, berichtet "bild.de". Steffel ist Präsident des Bundesliga-Clubs.
Auf Facebook wird eine erste Fangruppe eingerichtet - Titel: "Babette war's". Später verschwindet der Eintrag wieder. Auch bei Twitter wird die Mailpanne, die auf den Parlamentsfluren als "Kürschnergate" kursiert, thematisiert und ist seit Mittag Trending Topic.
Im Laufe des Tages wird es der Bundestagsverwaltung zu bunt. Sie warnt vor einem Missbrauch des E-Mail-Verteilers: "Aufgrund des derzeitigen Missbrauchs des Emailsystems können Zustellverzögerungen von bis zu 30 Minuten auftreten."
Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, sieht es indes locker: "Ein falscher Klick und die Mailaccounts der Abgeordnetenbüros entwickeln sich zum sozialen Netzwerk", twitterte er.
Babette Schulz, die die Datenlawine auslöste, sagte leicht geknickt: "Es ist halt passiert". Nach dem ersten Schrecken habe sie noch auf E-Mails dazu geantwortet. "Als dann die Mail-Lawine ihre skurrile
Eigendynamik entwickelte, wurde mir das etwas unheimlich - bis die überwiegend netten humorvollen Mails auch mich sehr zum Lachen brachten."