Er kann auch schick: Lars Dalgaard bewegt sich vielleicht schon bald auf der Vorstandsetage von SAP
An seiner Garderobe müsste Dalgaard dann vielleicht noch etwas arbeiten. Der blonde Hüne, der seine dänische Abstammung nur schwer verbergen kann, erscheint gern mal in Jeans, engem T-Shirt und knapper Strickjacke zu Terminen. Ab und an trägt er auch einen Gürtel mit Supermann-Schnalle. Doch was seinen Lebenslauf angeht, dürfte man bei SAP kein Problem mit ihm haben: Nach seinem Studium an der Handelshochschule in Kopenhagen arbeitete Dalgaard für Novartis und als Geschäftsführer der dänischen Unilever-Tochter Darenas. 1999 machte er seinen MBA in Stanford, zwei Jahre später gründete er Success Factors. Seit dem Börsengang im Jahr 2007 hat das Unternehmen den Umsatz verdreifacht, den Kurs mehr als verdoppelt
"Ich würde Lars gerne im Vorstand sehen", sagt SAP-Co-CEO Jim Snabe. In den vergangenen Wochen und Monaten hätten Dalgaard und er intensiv miteinander zu tun gehabt. "Er hat einen sehr energetischen und visionären Führungsstil." Das gefalle ihm. Und auch, dass die Software von Dalgaard, die on demand angeboten wird, so gut zu den SAP-Programmen passt.
Dalgaards Software macht das, was die Kameras im Firmengebäude auch leisten sollten: Sie durchleuchtet die Mitarbeiter, hilft einzuschätzen, wer welche Leistung erbringt. Sie ermöglicht es Personalabteilungen, Leistungsprofile zu erstellen, um erfolgsbasierte Gehälter besser zuzuteilen, Nachfolger zu finden und Bewerber auszusieben. "Jeder sollte in einem Unternehmen sofort sehen, wer die Leistungserbringer sind und warum", erklärt Dalgaard, der Schrecken eines jeden Betriebsrats.