Im Dezember haben die Prozessorhersteller Intel und AMD gemeinsam mit den Computerbauern Lenovo und Dell das Ende der analogen VGA-Schnittstelle besiegelt. Als neue Schnittstellen zwischen Rechner und Monitor, Projektor oder Fernseher sollen bis 2015 ausschließlich HDMI und Displayport dienen. Die beiden digitalen Anschlüsse bieten eine höhere Auflösung, bessere Farbqualität und einen geringeren Stromverbrauch.
Die Frage, welche Märkte HDMI und Displayport jeweils besetzen, ist allerdings noch nicht geklärt. Einer der großen Unterschiede liegt in der Rechtevergabe: Das HDMI-Konsortium, zu dem unter anderem Sony, Philips und Panasonic gehören, kassiert Lizenzgebühren von jedem, der die Schnittstelle einbaut. Displayport dagegen ist kostenlos. Der Grund, warum die beiden koexistierten, ätzt PC-Bauer Lenovo im Firmenblog, sei "mehr die schiere Gier als sonst etwas". Er gehört ebenso wie Dell und HP zum Industriekonsortium Vesa, das hinter Displayport steht. Marktforscher IDC geht davon aus, dass sich letztendlich jeder Standard in dem Bereich durchsetzen wird, für den er entwickelt wurde: HDMI bei den Endkunden, Displayport vor allem bei professionellen Anwendern.