Die Gerätehersteller dementieren, Carrier IQ auf deutschen Handys vorinstalliert zu haben
Die Gerätehersteller dementieren, Carrier IQ auf deutschen Handys vorinstalliert zu haben. Inzwischen gibt es jedoch für Geräte mit Googles Betriebssystem Android Anwendungen, die nach Spuren der Schnüffelsoftware suchen. Damit fanden Redakteure der IT-Internetportale Golem.de, Heise.de und Chip.de auf etlichen Geräten Dateien, die wohl zu Carrier IQ gehören. Ob das Programm aktiv war, ließ sich nicht feststellen.
Die betroffenen Geräte stammten von Samsung und Huawei. Samsung prüft nach eigenen Angaben derzeit, woher die Dateien stammen. Huawei dementierte gegenüber Heise.de, Carrier IQ installiert zu haben. Auch die deutschen Mobilfunkanbieter streiten ab, das Programm einzusetzen.
Vodafone , die Deutsche Telekom und O2 sammeln nach eigenen Angaben keine Daten von den Telefonen ihrer Kunden. Die
Deutsche Telekom habe von allen Smartphone-Herstellern, mit denen der Konzern zusammenarbeitet, eine schriftliche Stellungnahme zum Einsatz von Carrier IQ gefordert, sagte eine Sprecherin.
Sicher ist: Das Programm ist so eng mit dem Betriebssystem verknüpft, dass es entweder vom Hersteller oder vom Mobilfunkanbieter installiert werden muss. Seine beinahe unbeschränkten Befugnisse machen es zum Sicherheitsrisiko. "Falls das Programm eine Schwachstelle hat, kann man über diese auf alle Daten zugreifen, die es sammelt - das gilt für alle Smartphone-Anwendungen", sagt Stefan Ortloff vom IT-Sicherheitsspezialisten Kaspersky.