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Dass Nokia mit dem Eigengewächs Maemo Größeres vorhat, deutete sich bereits Ende Juni an. Da verabredeten die Finnen eine Chipentwicklungs-partnerschaft mit dem weltgrößten Computer-prozessorhersteller
Intel . Bestandteil der Vereinbarung war auch eine Zusammenarbeit bei den Mobilgeräte-betriebssystemen Maemo sowie dem von Intel propagierten Linux-Abkömmling Moblin. Anfang Juli wurde schließlich der für Maemo zuständige Nokia-Manager Quim Gil auf einem Entwicklertreffen auf Gran Canaria deutlicher: Man sei dabei, Maemo zu einer "Mainstream-Plattform" für Handys zu machen, sagte Gil vor den angereisten Softwareexperten.
"Nokia hat erkannt, dass sie mit Symbian ein Problem haben", sagte Analyst Tony Cripps vom britischen Beratungsunternehmen Ovum. So habe das von Google unterstützte Android "mehr Entwicklungspotenzial". Auch Nikolaus Mohr vom Beratungsunternehmen Accenture erkennt in einer teilweisen Abkehr von Symbian einen richtigen Schritt: "Langfristig werden die Betriebssysteme für Handys, Netbooks und Computern verschmelzen." Dafür müsse Nokia nun schnell die Voraussetzungen schaffen.
Bei der Symbian-Stiftung in London sieht man sich hingegen nicht in Gefahr. Selbst falls Nokia vermehrt Smartphones mit Maemo ausliefern sollte, werde die Zahl der Symbian-Handys weltweit steigen, sagte Manager David Wood der FTD. Nokia werde auch künftig die große Mehrheit seiner Handys mit Symbian ausliefern. Zudem rechne er damit, dass andere Symbian-Nutzer wie
Sony Ericsson schon im Jahr 2012 "mehr als die Hälfte" des Entwicklungaufwands für die Software tragen würden, so Wood. Derzeit schultert Nokia mehr als 90 Prozent der Entwicklungsleistungen.