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Merken   Drucken   21.12.2011, 16:23 Schriftgröße: AAA

Übernahmegerüchte: Blackberry reif zum Pflücken

Blackberrys sind gegenüber iPhones und Android-Geräten ins Hintertreffen geraten - beim Image ebenso wie bei der Technologie. Doch das angeschlagene Unternehmen hat für mögliche Käufer einiges zu bieten.
© Bild: 2011 Bloomberg/Simon Dawson
Blackberrys sind gegenüber iPhones und Android-Geräten ins Hintertreffen geraten - beim Image ebenso wie bei der Technologie. Doch das angeschlagene Unternehmen hat für mögliche Käufer einiges zu bieten. von Andreas Albert 
Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion  (RIM) läuft Gefahr, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Über eine Übernahme oder der Einstieg eines Finanzinvestors wurde bereits mehrfach spekuliert. So hieß es jüngst im "Wall Street Jounal", Microsoft  und Nokia  seien an RIM interessiert und hätten bereits erste Gespräche geführt.
Interessant an RIM wäre vor allem das Patentportfolio, das in den aktuellen Streitereien in der Mobilfunkbranche nützlich werden könnte. Derzeit tobt ein regelrechter Krieg unter den Anbietern mit Microsoft und Apple  auf der einen Seite und den Anbietern von Smartphones mit Googles  Betriebssystem Android auf der anderen. Hinzu kommen die zuletzt 75 Millionen Kunden des Blackberry-Herstellers.
Konkurrenz für Apples Erfolgsmodell Das sind die iPhone-Jäger
Das Gerät gilt in den IT-Abteilungen großer Konzerne immer noch als sicherste mobile Lösung. Der kanadische Konzern lässt den E-Mail-Verkehr nur über eigene Server laufen und verschlüsselt dabei sämtliche Nachrichten. Kein anderes mobiles Betriebssystem bietet derzeit eine derart sichere mobile Kommunikation.
Hinzu kommt, dass die bei anderen Herstellern einfache Installation der Apps genannten Zusatzprogramme für viele IT-Abteilungen ein Graus ist. Besonders Social-Media-Anwendungen gelten als Sicherheitsproblem. Das offene Betriebssystem Android gilt beispielsweise als Einfallstor für Schadsoftware. Über die Plattform Android Market werden immer häufiger betrügerische Anwendungen verteilt.
Kursinformationen und Charts
  Research in Motion 8,821 EUR  [0.282 +3,30%
  Google 471,554 EUR  [-7.087 -1,48%
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Die Beliebtheit der Blackberrys bei Unternehmenskunden ist vor allem Microsoft ein Dorn im Auge. War das Windows-Betriebssystem früher vor allem in diesem Segment stark vertreten, wurde RIM mit seinem E-Mail-Dienst zum Lieblingsspielzeug der Manager. Zudem verlor Microsoft auch technisch den Anschluss, den es seit diesem Jahr mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 zurückerobern will.
RIM leidet vor allem unter hausgemachten Problemen. Zu lange hat sich der Konzern auf dem Erfolg des E-Mail- und Kurznachrichtendienstes ausgeruht und Funktionen wie das Surfen im Web oder Handyspiele vernachlässigt. Blackberrys waren wegen ihres speziellen E-Mail-Dienstes früher die Lieblinge der Manager. Heute sind die Geräte vielfach eine günstigere Alternative für all jene, die sich kein iPhone oder Android-Smartphone leisten können oder wollen. Der Anteil der Einstiegsmodelle an den Gesamtverkäufen hatte stetig zugenommen. Grund für die Absatzprobleme war auch, dass RIM den Trend zu berührungsempfindlichen Bildschirmen lange verschlafen hatte.
In die Schlagzeilen geraten war RIM zudem mit einem Netzwerkausfall im Oktober, der in Europa bis zu drei Tage dauerte. Auch das als iPad-Konkurrent gestartete Playbook blieb weit hinter den Erwartungen des Konzerns zurück. Weil sich das Konkurrenzprodukt von RIM so schlecht verkauft, musste das Unternehmen bereits drastisch die Preise senken: Während das Gerät ursprünglich rund 500 Dollar kosten sollte, bekam man es in den USA zuletzt in Angeboten bereits für 199 Dollar.

Teil 2: Übernahmekandidat RIM

  • FTD.de, 21.12.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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Microsoft 23,223 EUR   +0,72% 
Apple 447,135 EUR   -1,06% 
Google 471,554 EUR   -1,48% 
Intel 20,481 EUR   +0,19% 
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