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Merken   Drucken   17.02.2010, 09:24 Schriftgröße: AAA

Privatsphäre 2.0: Googles Daten-Desaster mit Buzz  

Kommentar Die neue Netzwerk-Software bestimmt automatisch, wer mit wem "befreundet" ist. So werden auch Feinde zu Freunden. Das Debakel für Google kam mit Ansage. Denn der Suchkonzern unterschätzt seit langem den Wert des Datenschutzes. von Andrea Rungg
Deutlicher kann eine Kritik gar nicht ausfallen. In ungeschliffenen Worten schmettert eine Nutzerin Google  in einem Blogeintrag die Worte "Fuck you, Google" entgegen. Es ist nicht eine dieser Bloggerinnen oder Technikverrückten, die gerade mal wieder eine klitzekleine Produktneuheit des Konzerns zerredet. Nein, die Dame hat ein sehr viel dringlicheres Anliegen. Sie fürchtet schlicht um ihre Gesundheit, um ihr Leben. Das hat Google ihrer Meinung nach mit der Einführung von Buzz in Gefahr gebracht. Dieser mittlerweile legendäre Blogeintrag wird noch lange an Googles Image kratzen, weil er an den allzu sorglosen Umgang des Unternehmens mit der Privatsphäre seiner Nutzer erinnert.
Ein Blogeintrag reicht nicht
Buzz, das sollte Googles großer Wurf werden, der Angriff auf das mit mehr als 400 Millionen Nutzern weltweit größte soziale Netzwerk Facebook und den beliebten Mikrobloggingdienst Twitter. Ähnlich wie bei Twitter, Facebook und anderen Netzwerken können Nutzer über Buzz Fotos, Videos, Links und Statusmeldungen direkt in den E-Mail-Dienst Gmail integrieren und mit ihren Freunden teilen. Und damit die Gmail-Nutzer nicht gleich die Mühen haben, selbst erneut ein Netzwerk zusammenstellen zu müssen, erledigte es Google über einen Algorithmus gleich selbst. In der ersten, vergangene Woche vorgestellten Version entschied Buzz, mit wem ein Nutzer "befreundet" ist, dass es alle im Adressbuch wissen sollen, und gab beispielsweise E-Mail-Adressen seiner Kontakte weiter. Wer Statusmeldungen über sein Smartphone absendet, verrät weiter neben Namen und E-Mail gleich den Aufenthaltsort.

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  • Aus der FTD vom 17.02.2010
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Kommentare
  • 18.02.2010 13:48:48 Uhr   vowo: Wers glaubt ...

    Man muß schon recht naiv sein um zu ignorieren, daß google und Konsorten eng und intensiv mit den amerikan. "Diensten" kooperieren. Der weltumspannende Nachrichten - Sammel - Wahn findet in Installationen wie buzz paradiesische Schnüffelgründe.

  • 17.02.2010 12:53:44 Uhr   CEO: erschreckend
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