Die Mutter aller Betten stammt aus Südafrika
In der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science" berichten Archäologen, darunter Christopher Miller von der Universität Tübingen, über ihre Entdeckung von Pflanzenbetten aus Ästen, Riedgras und Binsen. Als eine Art Matratze diente offenbar eine Lage aus Laub.
"Wir haben festgestellt, dass diese speziellen Blätter durch ihre Inhaltsstoffe wohl auch dazu dienten, Insekten fernzuhalten", sagt Miller. Dazu legten unsere Vorfahren zunächst Äste, dann Gras oder Binsen auf den Boden und bedeckten sie zum Schluss mit den Blättern. "Diese Matten oder Bettungen waren aber noch nicht geflochten oder gewoben", sagt Miller. Reste von Knochen und andere Sedimente belegten, dass die Menschen darauf nicht nur schliefen, sondern ihren Alltag verbrachten. An der Ausgrabungsstelle konnten die Wissenschaftler Matten aus unterschiedlichsten Epochen nachweisen, die etwa 38.000 bis 77.000 Jahre alt sind.