Klimawandel:Eisschmelze drängt Walrosse in Alaska an Land
Selten ging das arktische Eis in Alaska so weit zurück wie in diesem Jahr. Zehntausende Walrosse flüchten darum an Land. Experten fürchten jedoch, dass sich die tonnenschweren Tiere gegenseitig erdrücken. Um Panik zu vermeiden, sollen Flugrouten geändert werden.
Wegen Eismangels sind im Nordwesten von Alaska Zehntausende Walrosse an Land gegangen. Das ist nach Angaben von Regierungswissenschaftlern in dne USA ungewöhnlich, kam aber bereits mindestens zweimal vor: 2007 und 2009. Auch in jenen Jahren war das Eis, auf dem die Tiere normalerweise leben, so weit zurückgegangen wie kaum jemals zuvor.
In Alaska drängen Walrosse wegen Eismangels an Land
Die Walrosse lägen in der Nähe von Point Lay über eine Meile oder mehr Schulter an Schulter, sagte der Biologe Anthony Fischbach vom Geologischen Dienst. Experten befürchten, dass sich die etwa eine Tonne schweren Tiere gegenseitig erdrücken könnten, sollten sie in Panik geraten. Die US-Wildtierbehörde bemüht sich um eine Verlegung von Flugrouten, um das Entstehen von Panik zu verhindern.
Wie lange die Walrosse an Land ausharren werden, ist nicht bekannt. Genügend Nahrung für alle dürfte nach Einschätzung Fischbachs vorhanden sein. Der Direktor des nationalen Datenzentrums für Schnee und Eis in Boulder, im Bundesstaat Colorado, Mark Serreze, sagte, das Eis gehe seit langem zurück. Das hänge mit dem Klimawandel zusammen. "Wir werden vermutlich mehr Sommer wie diese sehen. Es gibt kein Zeichen für eine Erholung der Arktis."
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