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Skoda Enyaq IV (2021) in der Praxis

Was benötigen wir in der heutigen Zeit am meisten? Informationen!

Informationen, um Entscheidungen zu treffen. Diese Erfahrung habe ich selbst in den immer wiederkehrenden Gesprächen zum Thema Elektromobilität gemacht.

Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit lege ich eine große Anzahl von Kilometern zurück und bringe es auf eine jährliche Fahrleistung von 32.000 km. Damit gelte ich wohl nicht mehr als der typische Musterpendler aus dem Vorort, sondern sehe mich eher als „Powerpendler“. Bei einer solchen, täglich zurückzulegenden Strecke wird die Entscheidung für ein bestimmtes Modell in erster Linie von den Kostenfaktoren getragen. Und die Wahl fällt damit oft auf einen Diesel, sparsam im Verbrauch und grundsolide in der Verarbeitung. Ich habe mich seinerzeit für einen Mazda CX 5 entschieden, da er ein Kompromiss zwischen relativ wenig Verbrauch, zumindest für ein Fahrzeug in der Größe und ausreichendem Platz für die Familie auf längeren Reisen bietet. Und da mein Auto auch eine Anhängerkupplung haben sollte, entsprach der CX 5 ideal den Anforderungen.

Bei Gesprächen rund um das Thema Elektromobilität zog ich immer die Trumpfkarte der Reichweite und wähnte mich mit meinem Fahrzeug gut aufgehoben. Aber grundsätzlich stellte ich mir schon die Frage, was kann denn nun so ein Elektrofahrzeug besser als ein klassischer Diesel?
Soviel vorweg: ich war vom Ergebnis überrascht.

Fahrzeug Skoda Enyaq IV

Um mich in der Praxis zu informieren, habe ich mir vom Autohaus Tietjen in Buxtehude den neuen Skoda Enyaq IV für eine Probefahrt Anfang Mai 2021 gesichert. Je nach Variante bietet der 4,65 Meter lange, 1,92 Meter breite und 1,62 Meter hohe Skoda Enyaq iV (2021) unterschiedliche Leistungen und Reichweiten. So wird er mit drei Batteriegrößen angeboten. Die Reichweite beträgt dabei zwischen 350 und 520 Kilometer.

Um den Praxistest so real wie möglich zu gestalten, habe ich den 82 kWh Heckantrieb Skoda Enyaq IV 80 angefragt. Es hat dann auch mit der Probefahrt direkt geklappt. Bei dem von mir gewählten Modell ist die Reichweite am größten. Und der Skoda Enyaq IV ist auch eines der wenigen E- Fahrzeuge mit Anhängerkupplung!

Abmessungen

Länge: 4,65 Meter

Breite: 1,88 Meter

Höhe: 1,62 Meter

Radstand: 2,77 Meter

Türen & Sitzplätze: 5 Türen, 5 Sitzplätze

 

Kofferraum

Kofferraumvolumen: 585 Liter

Kofferraumvolumen mit umgeklappten Sitzen: 1.710 Liter

 

Gewicht & Anhängelast

Leergewicht: 1.950 – 2.117 Kilogramm

Zulässiges Gesamtgewicht: 2.468 – 2.658 Kilogramm

Zuladung: 593 – 616 Kilogramm

Zulässige Anhängelast ungebremst (max.): 750 Kilogramm

Zulässige Anhängelast gebremst (max.): 1.000 Kilogramm

 

Verbrauch

Akkukapazität: 55 – 82 kWh

Kombiniert: 14,4 – 15,5 kWh/100 km (je nach Modell)

 

Versicherungsklassen

Haftpflicht: 13

Vollkasko: 21

Teilkasko: 22

 

 

Skoda Enyaq 2021

Skoda Enyaq IV

Schon bei der Übergabe zur Probefahrt verfällt man in eine gewisse Faszination, denn das Fahrzeug ist eine mächtige Erscheinung mit seinem riesigen Kühlergrill und den LED-Modulen der Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer. Die 21 Zoll- Räder unterstreichen diesen Eindruck, der sich beim Einsteigen in den Innenraum weiter festigt.

Es ist eine Verarbeitungsqualität, die man sich so erträumt – aber nicht vorgestellt hat. Da hat Skoda bei dem Enyaq IV ganze Arbeit geleistet! Alles ist so angeordnet und hochwertig verarbeitet, wie man es von einem Oberklasse Fahrzeug erwartet. Der 13 Zoll- Monitor ist zentraler Bestandteil, welcher sich auch per Gestensteuerung und mithilfe der digitalen Sprachassistentin Laura bedienen lässt. Natürlich fehlen in diesem Testfahrzeug auch nicht die Fahrassistenten und weitere nützliche Sonderausstattungen, die den Insassen die Reise erleichtern.

Der Kaufpreis beträgt etwa 60.000 Euro und das ist eine Menge Geld. Aber dieser Preis beinhaltet eine Vollausstattung und könnte von der Verarbeitung her auch in der 100.000 Euro- Klasse mitspielen.

 

Der Praxistest Skoda Enyaq IV

Um sich ein richtiges Bild von dem Fahrzeug zu machen, habe ich den Skoda Enyaq IV zu Hause im Carport an meine Starkstromdose angeschlossen und über Nacht geladen. Der mitgelieferte Stromadapter kann als Sonderzubehör extra bestellt werden und war bei diesem Fahrzeug dabei. So konnte ich gewährleisten, dass am nächsten Morgen für die Tour zur Arbeit der Akku komplett aufgeladen ist.

Ich habe das Fahrzeug nicht mit der Skoda App verbunden, diese verspricht gerade beim Elektrofahrzeug aber einen erheblichen Mehrwert. In einer Idealkonstellation hat man direkt am Carport bzw. in der Garage eine Lademöglichkeit, die sogenannte Wallbox oder auch Ladebox genannt. Sofern das Fahrzeug an der Stromversorgung angeschlossen ist, macht es durchaus Sinn, einen Blick in die Skoda App zu werfen. Denn das Fahrzeug kann damit u.a. vor Fahrantritt konfiguriert werden. Das klingt erstmal langweilig – oder wie Spielkram, so wie oft mach andere App daherkommt.

Diese Wahrnehmung ändert sich in dem Moment, wenn es morgens schon recht kalt ist und man feststellt, dass man über die App z.B. auch die Heizung des Fahrzeuges ansteuern kann. Der Wagen wird damit vor Fahrtbeginn auf angenehme 22 Grad geheizt, ganz ohne den Akku zu belasten und die Scheiben zu kratzen – er ist ja an der Wallbox angeschlossen.

Das Testfahrzeug hatte als Sonderzubehör eine Wärmepumpe verbaut, deren Vorteil auch darin besteht, nach einem längeren Parken in der Sonne das Fahrzeug vor Fahrtbeginn runter zu kühlen. Dies ist alles über die App steuerbar.

 

Für den eigentlichen Test ist die Teststrecke schnell ausgewählt: meine tägliche Wegstrecke zur Arbeit. Hierbei fahre ich erst 10 km auf der Landstraße, dann 67 km auf der Autobahn und zum Schluss noch ca. 3 km im Stadtverkehr in Hamburg.
Bei Fahrtbeginn war der Akku voll aufgeladen und das Fahrzeug zeigte 508 km Reichweite an. Diese weicht leicht von den Angaben des Herstellers ab, was vermutlich daran liegt, dass ich einige Verbraucher bereits eingeschaltet hatte. In meinem Fall handelte es sich um das Radio und die Einstellung der Heizung des Wagens auf 21,5 Grad Innentemperatur. Und dann ging es los.

Als überzeugter Diesel Automatikfahrer findet man sich im Skoda Enyaq IV schnell zurecht, Gangart wählen und Gas geben. Das ist allerdings die einzige Gemeinsamkeit. Denn wenn man das Fahrzeug auf Rekuperation fährt, wird die wegfallende Anschubenergie beim Loslassen des Gaspedals direkt zur Aufladung des Akkus verwendet. Das Fahrzeug fühlt sich dann an, als wenn es bremst. Nach wenigen Kilometern fragt man sich, ob das nicht auch in einem konventionell angetriebenes KFZ nachträglich verbaut werden könnte, so angenehm gestaltet sich das Fahren.

Die Beschleunigung ist vollkommen ausreichend, wir reden hier immerhin über ein 2 Tonnen Fahrzeug. Auch wenn andere Elektrovertreter mit Allrad und jede Menge mehr Sprintstärke aufwarten.
Nur, braucht man die wirklich? Der Skoda hat auf dem Papier 204 PS. Diese sollte man nicht direkt mit konventionellen Antrieben vergleichen. Bei E- Fahrzeugen gibt es diese Leistung ohne Unterbrechung vom Getriebe direkt auf die Räder, es fühlt sich dabei nach noch mehr Leistung an. Im Laufe des Jahres kann dann noch die RS Version bestellt werden, dann gibt es auch den Allradantrieb mit 304 PS. Das wird allerdings zulasten der Reichweite gehen, mit 4 anstatt 2 Motoren, denn die Akkukapazität ändert sich nicht.

Zurück zum eigentlichen Fahrttest.

Auf der Straße zeigt sich der nächste „WOW“ Effekt: der Fahrassistent ist leicht zu starten und die automatische Verkehrsschild- Erkennung funktioniert erstaunlich gut. Das Fahrzeug hält die Abstände zum vorausfahrenden Fahrzeug ein und hält sich an die Geschwindigkeitsvorgaben. Das klappte in allen durchfahrenen Ortschaften hervorragend, egal ob geschlossene Ortschaft oder mit einer 70 km/h Beschränkung.

Gleiches gilt für die Fahrt auf der Autobahn. Zu keinem Zeitpunkt musste man in die eigentlichen Fahrprozesse eingreifen, lediglich das Lenken und Blinken musste noch übernommen werden. Es sind mehrere Fahrgrundeinstellungen auswählbar: Eco, Normal, Sport und Individual. Im Eco- Fahrmodus fährt das Fahrzeug konstant mit max. 130 km/h über die Bahn. Wenn es sein muss, kann man den Modus mit einem Kickdown übersteuern, es ist jedoch bei dem Fahrzeug bei 160 km/h Schluss. Mehr benötigt man auch nicht.
Eine Fahrt in diesem Fahrzeug entschleunigt ungemein. Keine nervigen Motorenvibrationen, einfach dahingleiten und das Fahrzeug machen lassen.

In Hamburg angekommen, wurde im einfach zu navigierendem Fahrzeug Display einen Verbrauch von 21,7 kWh pro 100 km angezeigt. Die Akku Restanzeige stand nach 81 gefahren Eco Kilometern noch bei 78% verbleibenden Kapazität.

Skoda Enyaq IV

 

Also ging es wieder auf den Rückweg.
Zuhause angekommen, wurden erneut die Daten auf dem Display in Augenschein genommen.

 

Skoda Enyaq IV

Für die im Eco Modus gefahrenen 160 km sind im Durchschnitt 22,1kWh als Verbrauch angefallen. Der Akkustand beträgt noch 54%.

Damit dürfte die effektive Reisereichweite bei ca. 320- 350 km liegen. Ohne Radio oder Heizung könnte der Wert höher liegen. Das gilt natürlich auch, wenn man nur 110 km/h anstatt der von mir gefahrenen 130 km/h auf der Autobahn fährt.

Es sollte hier ja nur ein Vergleich zwischen Diesel oder E- Fahrzeug für die tägliche Fahrt zu Arbeit gezogen werden.

Nach der Tour habe ich den Skoda Enyaq IV wieder an den Strom der Starkstromsteckdose mit Adapter angeschlossen. Pro Stunde wurde das Fahrzeug ca. 11% geladen.

 

Und nun noch ein Zahlenvergleich, auf das Jahr gerechnet:

Der Diesel hat einen Durchschnittverbrauch von 7 Litern Diesel auf 100 km. Damit kostet die gefahrene Strecke 14,56 Euro bei einem Dieselpreis von 1,30 Euro (Stand Mai 2021).

Auch der Mazda CX 5 lässt sich ggf. mit unter 6 l Verbrauch fahren, in der Praxis habe ich das jedoch nie geschafft.

Der Skoda Enyaq IV verbraucht 22,1 kWh auf 100 km. Damit kostet die gefahrene Strecke 8,84 Euro bei einem Strompreis von 0,25 Cent pro kWh (Stand Mai 2021).

Der Skoda steht also insgesamt, bei 200 Arbeitstagen im Jahr 1144 Euro günstiger da- pro Jahr.

Nun kommen noch Ersparnisse von der KFZ Steuer und der Versicherung hinzu. Der Skoda Enyaq ist auch hier erheblich günstiger.

Zusätzlich gibt es noch eine deutlich attraktivere Besteuerungssituation als Firmenwagen (E Fahrzeuge unter 60.000 Euro werden mit 0,25% besteuert – anstatt 1%) und die Wallbox gibt es auch noch fast umsonst obendrauf, da es ein KFW Förderprogramm mit Förderung bis zu 900 Euro je Ladestation gibt. Das entspricht auch in etwa dem Anschaffungspreis der Station inkl. Zählereinheit zur Abrechnung der verbrauchten Energie mit dem Arbeitgeber.

 

Was mich dann auch letztendlich komplett überzeugt hat, ist der Service von Skoda. In diesem Fall das Skoda Autohaus H. Tietjen in Buxtehude. Mir wurde das Fahrzeug zur Verfügung gestellt, alle Fragen umfangreich beantwortet und während später anfallender Wartungen wird ein Ersatzfahrzeug gestellt. Die Wartungskosten beim Enyaq IV sollten sich in Grenzen halten, denn es gibt keine Flüssigkeiten zum Wechseln- zumindest kein Öl und dessen Filter.

 

Pro Enyaq IV:

– Absolut entspanntes Reisen

– Tanken entfällt, da jeden Abend zu Hause geladen wird
– Kostenersparnisse in Steuern und Verbrauch
– Lokal Emissionsfreies Fahren auch in Fahrverbotszonen

Contra Enyaq IV:

– Reichweite ggf. für Langstrecke nicht ausreichend
– Jeden Abend an Ladestation anschließen

Wenn man sich dem Thema offen nähert und einige Annahmen zutreffend sind, macht es durchaus Sinn, sich ein E- Fahrzeug anzuschaffen.

Hierzu zählen insbesondere eine tägliche Wegstrecke (nicht über 200 km) und ein Parkplatz mit eigener Ladebox. Sollte man wenige Male im Jahr weitere Strecken fahren müssen, die Ladestationen sind mittlerweile recht gut ausgebaut. Mit dem Schnelllademodul, könnte der Enyaq IV an ausreichend großen Ladestationen in 40 min wieder bis 80% aufgeladen sein.

Wer ausschließlich auf externe Ladestationen angewiesen ist, sollte sich genau überlegen ob das Anschaffen eines E- Fahrzeuges wirtschaftlich Sinn macht. Ich habe einige öffentliche Ladesäulen überprüft. Die Preise schwanken von 0,60 Cent bis 0,80 Cent pro kWh und betragen nicht 0,25 Cent pro kWh meines örtlichen Ökostromanbieters.

 

Aber auch bei den Verbrennern droht in naher Zukunft Ungemach. Die CO2- Bepreisung ist noch nicht komplett beim Verbraucher angekommen, ich würde künftig nicht auf sinkende Benzin- und Dieselpreise wetten.

 

 

Fazit Skoda Enyaq IV

Der Mazda CX5 ist eigentlich ein tolles Fahrzeug, nur leider kaum bezahlbar in der Versicherung. Für mich wird es Zeit für was Neues, ich habe mir einen Enyaq IV beim Skodahändler in Buxtehude bestellt.

Die Lieferzeit beträgt ca. 6 Monate. Ich freue mich nun auf die kalten Monate im Dezember, die geplante Lieferung und Installation der Skoda App.
Die Wallbox EVBox Elvi habe ich mit KFW Förderung auch schon angeschafft und installieren lassen, hier hatten mich die örtlichen Stadtwerke hervorragend unterstützt.

In meinem Bericht zu diesem Fahrzeug sind etliche Sonderausstattungen genannt, eine genaue Übersicht können sich Interessierte direkt auf https://cc.skoda-auto.com/deu/de-DE/ anschauen

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