HSE ist eine der wenigen gesunden Firmen aus dem Trümmerhaufen, der mal Arcandor hieß. Die Quelle-Tochter macht satte Gewinne, und nun, da Quelle zu Geld wird, war der Andrang der Interessenten groß. Lange Zeit sah es so aus, als würde der US-Investor Golden Gate den Kampf gewinnen, über Wochen hatten dessen Manager mit Bankern, Beratern und Quelles Insolvenzverwalter verhandelt. Doch in letzter Minute legte die französische Axa Private Equity ein paar Millionen drauf.
Ein Wettkampf, endlich wieder, mit vollen Taschen und großen Erwartungen. "Eine hochkompetitive Auktion!", schwärmt einer der beteiligten Banker. "Wie in alten Zeiten!"
Die Freude ist groß, und nicht nur bei den HSE24-Käufern. Eine ganze Branche lebt wieder auf: die Firmenjäger, auch Heuschrecken genannt. Noch vor wenigen Monaten schienen sie am Ende, eingesargt. Keine Deals mehr, keine Dollar, keine Lust auf Risiko. Doch nun regt sich wieder was.
Und sie schlagen wieder zu - in den USA, in Asien, in Europa, bei Mittelständlern und erstmals seit zwei Jahren sogar bei börsennotierten Großkonzernen. Es ist wieder Leben im Geschäft, selbst vor Börsengängen schrecken die Wagniskapitalisten nicht mehr zurück. Das große Private-Equity-Haus Blackstone will in den nächsten Monaten acht Unternehmen listen lassen.
Immer länger wird in diesen Tagen die Liste der aufregenden Deals. CVC Capital Partners bietet 2,23 Mrd. $ für das Osteuropageschäft des Brauereikonzerns Anheuser-Busch Inbev. Der weltgrößte Brauer ist hoch verschuldet und braucht Geld - das manche Private-Equity-Firmen im Überfluss haben. Auch seine Freizeitparks musste der Brauer für viel Geld verhökern, an
Blackstone .