Kursinformationen und Charts
|
Gold
|
1553,97 USD |
[-2.5] |
-0,16% |
|
|
"Solange die Märkte von den globalen Unsicherheiten geprägt werden, ist ein Anziehen der Goldnotierungen programmiert", schreiben die Rohstoffanalysten der Commerzbank in einem am Montag verschickten Marktkommentar. Als Grund für den Preissprung am Montag nannten Beobachter vor allem die am Wochenende ergebnislos beendeten Gespräche zwischen Demokraten und Republikanern über die US-Haushaltssanierung und die Anhebung der Schuldengrenze. Bleibt eine Einigung aus, drohen der größten Volkswirtschaft der Welt eine zeitweise Zahlungsunfähigkeit und der Verlust der Topbonitätsnote.
Nach der jüngsten Rekordjagd des Edelmetalls heben Analysten und Anlagestrategen ihre Goldprognosen an. Mike Turner, Chefstratege bei Aberdeen Asset Management in London, traut der Notiz auf Sicht von zwölf Monaten einen Sprung um rund ein Viertel auf 2000 Dollar zu. Als Grund nennt er unter anderem die schwindende Kaufkraft von Papiergeld.
"Wir rechnen damit, dass der Goldpreis bis 2014 rund 2000 Dollar erreichen wird", sagte Yan Chen, Chef des Metallgeschäfts von Standard Chartered in Hongkong, vergangene Woche der Nachrichtenagentur Bloomberg. Bis 2020 könnte der Preis sogar auf 5000 Dollar steigen, sagte er. Chens Prognosen basieren nicht auf der aktuellen Verunsicherung der Investoren, sondern vielmehr auf der steigenden Kaufkraft in China und Indien.