Facebook bleibt für die Anleger eine riesige Enttäuschung: Nach den Quartalszahlen vom Donnerstagabend rauschte die Aktie zum Handelsstart am Freitag in den Keller. Auf dem Tiefpunkt lag sie mit 17 Prozent im Minus bei 22,28 Dollar und erreichte damit ein neues Allzeittief. Neuaktionäre hatten beim Börsengang 38 Dollar je Anteilsschein gezahlt. Milliarden an Wert sind seitdem vernichtet worden. Zuletzt tendierten Facebook rund 15 Prozent schwächer.
Die Quartalszahlen, die ersten seit dem Börsengang im Mai, enttäuschten die Investoren zutiefst. Die galoppierenden Kosten fraßen die Einnahmen auf. Zwar wächst das Soziale Netzwerk, aber nicht so rasant, wie sich das mancher Anteilseigner wünscht. Zudem sorgte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg mit einem fehlenden Ausblick für Verunsicherung.
Unterm Strich verlor Facebook im zweiten Quartal 157 Millionen Dollar (128 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Auch der Spiele-Partner Zynga hatte am Vortag einen Verlust vermeldet und damit böse Vorahnungen geweckt. Im Vorjahreszeitraum hatte Facebook noch 240 Millionen Dollar verdient. "Es gibt viele Herausforderungen, aber wir gehen sie an", sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten.
Sein Auftritt war keineswegs sicher, hatte er sich doch nach dem gefloppten Börsengang im Mai rar gemacht. Aber es half nichts, den Absturz konnte Zuckeberg nicht verhindern.