Max Dietrich Kley ist auch Schlichter in der deutschen Stromwirtschaft
Auch an anderer Stelle hat der schrittweise Rückzug des Multiaufsichtsrats, als Sohn eines
Siemens -Vorstands quasi in die Managerelite hineingeboren, bereits begonnen. Dass er seinen Posten als Schlichter in der deutschen Stromwirtschaft verliert, ist Insidern zufolge nur eine Frage der Zeit. So heißt es bei einem großen Energieversorger, Kley habe seine Rolle als Moderator zwischen Stromwirtschaft und Politik kaum wahrgenommen.
"Es hat vor Monaten ein Gespräch auf höchster Ebene gegeben, das war's." Ex-Bundeswirtschaftsminister
Michael Glos hatte Kley im September 2008 beauftragt, die Chancen für eine einheitliche deutsche Netzgesellschaft zur Stromübertragung auszuloten.
Dieser Posten hat sich praktisch erledigt, nachdem der größte Netzbetreiber
RWE eine Beteiligung daran abgelehnt hatte. Auch
EnBW behält sein Stromnetz, während
Eon und
Vattenfall ihre Trassen verkaufen wollen - Kley spielt dabei keine Rolle. "Es fehlt nur noch eine förmliche Beendigung der Aufgabe von Herrn Kley", sagt ein Industrievertreter.
Zumindest das Deutsche Aktieninstitut (DAI) hält Kley noch die Stange. Dort will er sich nach elf Jahren als Präsident zurückziehen - und wird doch bleiben dürfen: als Ehrenvorsitzender.