Signal Iduna-Chef Reinhold Schulte sorgt sich über niedrige Zinsen
Schulte äußerte sich besorgt über niedrige Zinsen und kritisch zu Banken. "Es kann nicht sein, dass durch Gier Dinge in eine Schieflage geraten." Außerdem mahnte er die Regierungen, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen. Die Staaten müssten bereit sein, wieder Vertrauen zu gewinnen, damit man ihnen wieder Geld leihen könne. "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Staaten wissen, dass sie so nicht weiter wirtschaften können."
Beim Umsatz habe Signal Iduna 2011 in der Kranken- und Schadenversicherung zugelegt, in der Lebensversicherung beim Geschäft mit Einmalbeiträgen bewusst einen Rückgang hingenommen. Die Lebensversicherung gegen laufenden Beitrag habe zugelegt. Der Konzern hatte 2010 5,6 Mrd Euro an Beiträgen eingenommen und sieht sich als Nummer acht unter den deutschen Erstversicherern.
Signal Iduna und der Schweizer Versicherer Bâloise hätten die Entflechtung der Gesellschaften des Deutschen Rings jetzt abgeschlossen, sagte Schulte. Die Deutsche Ring Leben und Sach gehören zur Bâloise, der Versicherungsverein Deutscher Ring Kranken hatte sich 2010 der Signal Iduna-Gruppe angeschlossen. Vorher hatten sie jahrzehntelang als ein Konzern agiert.
"Die Entflechtung war sehr schwierig und hat 10 Mio. Euro bis 12 Mio. Euro gekostet", sagte er. Andererseits habe Signal Iduna eine Gesellschaft mit 500 Mio. Euro Prämie - die Deutscher Ring Kranken - sowie die Mehrheit an dem Kölner Finanzvertrieb OVB gewonnen.