Radioaktiver Zerfall (oder auch Kernzerfall) findet bei instabilen Atomkernen statt, die sich spontan unter Energieabgabe umwandeln. Die freiwerdende Energie wird in fast allen Fällen als ionisierende Strahlung in Form von energiereichen Teilchen und Gammastrahlung abgegeben.
Es werden drei Zerfallsarten unterschieden: Der Alpha-, Beta- und Gamma-Zerfall. Für schwere Isotope wie Uran-238 gibt es ganze Zerfallsreihen, in denen immer wieder instabile Atomkerne entstehen bevor die Reihe nach insgesamt 14 Zerfällen bei stabilem Blei-206 endet.
Andere Radionuklide, wie etwa Jod-131 - gegen das die japanische Bevölkerung mit Jodtabletten geschützt wird -, zerfallen direkt in stabile Kerne. Die Zeit, die ein einzelner Kern braucht, um zu sich zu zerlegen, ist schwer vorherzusagen. Daher werden bei allen Radionukliden Halbwertszeiten angegegen. Bei Jod-131 kann man etwa davon ausgehen, dass die Hälfte der Ausgangmenge nach acht Tagen zerfallen ist.