Teil 2: Moralische Argumente gegen den Kapitalismus
Sir Samuel Brittan a British columnist for the Financial Times and an author. At Cambridge he was taught by Peter Bauer and Milton Friedman. In March 1981, when 364 leading economists wrote a letter to The Times criticising Margaret Thatcher's economic policy, Brittan was one of the few commentators to openly defend the Conservative government's policy. Zur Einstimmung aus welcher ideologischen Ecke B. stammt.
Es geht um die Frage, ob und welchen Einfluss die Zusammenballung von Kapital auf die Weltwirtschaft hat. Die Frage nach dem cui bono; der neolib Prämisse, dass einzig das egoistische Interesse zu zählen hat und diesem Interesse sich alles unter zu ordnen hat. Den Entrepreneurs wird dieses Interesse zu gestanden, den "Plünderern" nicht, da sie nicht Eigentümer sind. Es geht letztlich um Macht, Machtausübung, Wert von Menschen und deren Anteil am geschaffenen "Mehr"-wert. Die Forderung "Reformiert den Arbeitsmarkt" ist Ausdruck dieser Wertschätzung; "reformiert den Finanzmarkt" erzeugt den geballten Unmut von Sam.
Wer kennt sie nicht die Listen von forbes, wer ist der Reichste in unserem Land, Bloomberg, wer ist die größte Firma in der Welt, das Treffen in Davos. Es werden immer Zahlen mit vielen Nullen mitgeliefert. Die ETH Zürich hat dazu ebenfalls Daten gesammelt. Die "Financial world dominated by a few deep pockets". Economic “superentity” controls more than one-third of global wealth (http://www.sciencenews.org/view/generic/id/333389/title/Financial_world_dominated_by_a_few_deep_pockets).
Das, was Marx beschrieb, wird von Brandy Aven of Tepper School of Business at Carnegie Mellon, Pittsburgh so kommentiert: “This is empirical evidence of what’s been understood anecdotally for years." Die Analyse zeigt, daß in 2007, rund 147 companies mehr als 40 percent of the monetary value of all transnational corporations kontrollierten. Diese Firmen haben Chefs, es kontrollieren 147 Menschen die Welt! 600,508 economic actors connected through more than a million ownership ties (Weltbevölkerung 3 Mrd.!). Warren Buffet spricht von rund 240,000 Menschen, die in den USA über $1 Mio. verdienen. Packt man jetzt die ideeaffinen Staaten, wieder repräsentiert durch ideeaffine Menschen, dazu, dann ballt sich da eine ungeheure Macht zusammen. Die Studie zeigt, dass unter 30 million economic actors … eine Elite von 147 actors control a vast amount of global upstream and downstream financial transactions.
Diese Verflechtungen haben Einfluss auf Stabilität und, ökon. gesehen, den Wettbewerb. Er ist ausgehebelt. Anders ausgedrückt: Wenn einer Syphillis hat, dann haben bald alle die Seuche. Was passierte 2008? Wem ist noch Lehman, AIG, BofA, Fannie Mae usw. geläufig? Wenn der Wettbewerb, der der Grundpfeiler der heutigen Wirtschaftsideologie ist, ausgehebelt ist, dann gibt es keine funktionierenden Märkte. Die Ideologie ist ihrer Basis beraubt!