Wie glatt ist das Parkett für Sie?
Weisheiten und Wissenswertes, Kennzahlen und Kurioses - rund um die Börse gibt es unzählige Anekdoten und Fachbegriffe. Testen Sie auf FTD.de, wie gut Sie sich damit auskennen.
Bei einem Verlust von 30 Prozent - wie stark müsste der Aktienkurs steigen, damit Sie wieder beim Anfangsniveau angelangt sind?
Algotrader arbeiten mit hochkomplexen mathematischen Modellen und Hochleistungscomputern. Dabei ist der entscheidende Faktor die Geschwindigkeit. Die Rechner geben innerhalb von Sekunden Tausende Handelsaufträge und reagieren einzig auf die Signale, die ihnen die mathematischen Modelle liefern. Fundamentale Daten oder andere Einzelheiten zu dem gehandelten Wertpapier spielen keine Rolle.
Der computergesteuerte Handel hat in den vergangenen Jahren eine große Bedeutung erlangt. Der geschätzte Anteil am Handelsvolumen liegt derzeit in New York bei 70 Prozent, an der Deutschen Börse bei 40 Prozent. Bei Währungen beträgt er global etwa 45 Prozent.
Serverplätze vermieten
Die Systeme sind so ausgereift, dass es für die Börsenbetreiber ein gutes Zusatzgeschäft geworden ist, Plätze neben den eigenen Server zu vermieten. Denn aufgrund der Geschwindigkeit der Deals liegen Welten zwischen Firmen, deren Rechner etwa direkt neben den Zentralrechnern der Deutschen Börse stehen, und Firmen, deren Computer in der Frankfurter Innenstadt positioniert sind.
Algohandel ruft zwiespältige Reaktionen hervor. Befürworter betonen, dass die Systeme die Liquidität und Handelbarkeit an den Märkten entscheidend erhöhen. Kritiker warnen jedoch, dass durch diese System Herdentriebe entstehen können und es zu irrationalen Kursbewegungen kommen kann. In der jüngsten Vergangenheit soll es mehrere kurzzeitige Börcencrashs gegeben haben, die durch Algotrading ausgelöst wurden. Bekanntestes Beispiel ist der sogenannte Flash Crash an der Wall Street im Mai 2010, als binnen Minuten Aktien teilweise vollständig ihren Wert verloren.