Jim Rogers: Nein, überhaupt nicht. In den USA haben wir mit
Ben Bernanke den schlechtesten Notenbanker überhaupt.
Wir gaben ihm die Notenpresse in die Hand,
und nun druckt er Geld. Wir bezahlen bereits einen
hohen Preis, und wir werden einen noch höheren
zahlen müssen.
Was ist der Preis?
Jim Rogers: Inflation, scheiternde Regierungen, Staatspleiten.
Wir verschieben die Probleme in die Zukunft. Die
Bilanz der US-Notenbank Fed ist aufgebläht – mit
Müll. Das löst nicht unsere Probleme.
Und wie steht es um Europa?
Jim Rogers: Europa ist noch etwas besser dran. Was mich überrascht:
Der Ankauf von Staatsanleihen durch die
Europäische Zentralbank hätte früher niemals die
Zustimmung Deutschlands gefunden. Die gesamte
Nation wäre in den Grundfesten erschüttert gewesen.
Aber was machen Europas Regierungen heute?
Sie sagen zu guten Deutschen, Finnen oder Holländern: Zahlt für die Banken. Zahlt für ein paar
Leute, die am Strand liegen und Ouzo trinken.
Was raten Sie in dieser Lage den Anlegern?
Jim Rogers: Ich selbst stehe lieber auf der Seite der Gläubiger
wie China anstatt auf der Seite der Schuldner wie
den USA – auch wenn China sicher ebenfalls Probleme
hat. Zudem halte ich gern reale Werte in der
Hand: Rohstoffe. Die Ressourcen sind knapp. Der
Bedarf wächst, besonders bei Agrargütern.