Entscheidend sei, in welchem Umfang die Banken den Wert der Papiere im Rahmen der Bilanzierungsmöglichkeiten hochschreiben, die sie zuvor so drastisch abschreiben mussten.
Allein der Markit-ABX-Index, der die Entwicklung des Marktes für Subprime-Hypothekenpapiere berechnet, ist seit Juli um 30 Prozent gestiegen. Die Analysten von JP Morgan glauben daher, dass Banken weltweit in den kommenden Jahren 200 Mrd. $ auf toxische Papiere gutschreiben werden. Die Abschreibungen belaufen sich bis jetzt auf 1000 Mrd. $. Hinzu kommen Wertberichtigungen auf Unternehmenskredite.
Viele Manager und Analysten weisen aber auch darauf hin, dass der Handel vor allem mit Subprime-Papieren extrem schwach ist - die Wertaufholung also auf wackeligen Füßen steht und rasch wieder ins Gegenteil umschlagen kann. Gleiches gilt für andere Wertpapierklassen, die in der Finanzkrise abgestürzt waren.
Doch trotz aller Erholungssignale denken die US-Finanzaufseher darüber nach, neue Bewertungsmaßstäbe für die Stabilität der Banken einzuführen. Im Zentrum der Überlegungen steht weniger die Kapitalausstattung als die Möglichkeit, rasch an Geld zu kommen. Die zusammengebrochenen Banken Bear Stearns und Lehman Brothers waren vor allem daran gescheitert, dass sie von anderen Banken kurzfristig kein Geld mehr bekommen hatten.
Ein Maßstab könnte das Verhältnis von Bilanzsumme zu stabilen Refinanzierungsquellen sein. Dazu gehören Einlagen von Kundengeldern oder langfristige Ausleihungen von der Notenbank. Zudem könnten die Aufseher von Banken verlangen anzugeben, wie rasch sie Vermögenswerte verkaufen können, um Lücken bei der kurzfristigen Geldbeschaffung schnell zu schließen.