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Merken   Drucken   16.07.2010, 17:51 Schriftgröße: AAA

Erdrutsch von Nachterstedt: Die Theorie von der unterirdischen Nazi-Fabrik  

Ein Jahr ist es her, dass ein Erdrutsch im sachsen-anhaltinischen Nachterstedt Häuser in den Abgrund riss, drei Menschen starben. Bis heute sind die genauen Ursachen unklar. Nun gibt es Hinweise, dass sich unter Nachterstedt eine Nazi-Fabrik befand.
© Bild: 2010 ddp
Ein Jahr ist es her, dass ein Erdrutsch im sachsen-anhaltinischen Nachterstedt Häuser in den Abgrund riss, drei Menschen starben. Bis heute sind die genauen Ursachen unklar. Nun gibt es Hinweise, dass sich unter Nachterstedt eine Nazi-Fabrik befand. von Kuno Kruse, Derek Meinköhn und Wolfgang Metzner
Im Dezember 1944 wird der junge Schütze Plumeyer, Mitglied der Waffen SS, am Nordrand der Eifel von Soldaten der Alliierten Truppen gefangen genommen. Bei seiner Vernehmung durch britische Offiziere, zwei Monate später, berichtet der deutsche Gefangene mit der Chiffre CS/1295 von geheimen Kriegsproduktionsanlagen im und um den Harz. Eine davon befand sich nach Plumeyers Hinweisen, gut getarnt und zum großen Teil unterirdisch angelegt, im Ort Nachterstedt in Sachsen-Anhalt - dort, wo vor einem Jahr Häuser in einen gefluteten Braunkohletagebau stürzten und drei Menschen in den Tod rissen. Den Eingang zu der Anlage zeichneten die Vernehmungsoffiziere nach den Angaben Plumeyers nur wenige Schritte von jener Wohnsiedlung entfernt ein, in der sich das Unglück ereignete.
Seit einem Jahr sucht die Bergbaubehörde des Landes Sachsen-Anhalt nach der Ursache des Erdrutsches. Bislang mit wenig Erfolg. Am Donnerstagvormittag teilten die Experten auf einer Pressekonferenz mit, dass sie immer noch im Dunkeln tappen. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau Verwaltungsgesellschaft kündigt einen Abschlussbericht für Ende 2011 an. Bohrungen sollen weiteren Aufschluss über den Untergrund bringen und die bisherigen Methoden ergänzen.
Die Aussagen des Kriegsgefangenen Plumeyer, die bisher unbeachtet in den Archiven auf Mikrofilmen schlummerten, könnten allerdings eine ganz neue Spur freilegen.
Immer wieder machten die Alliierten Luftaufnahmen

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