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Merken   Drucken   10.01.2010, 17:38 Schriftgröße: AAA

Kanzlerin: Merkels Machtmikado  

Leitartikel Die Regierungschefin macht derzeit das, was sich wahltaktisch bislang immer für sie ausgezahlt hat: Sie schaut aus der Ferne zu, wie sich ihre Koalitionspartner und Widersacher in Debatten zerfetzen. Für die nächsten vier Jahre ist das aber zu wenig.
Wahrscheinlich wird Angela Merkel auch mit dieser Kritik aus den eigenen Reihen das tun, was sie am besten kann: einfach aussitzen. Denn wirklich gefährlich können ihr die Landespolitiker nicht werden. Erstens sind sie dazu zu unbedeutend. Und zweitens verfängt Kritik an Merkels Regierungsstil bei ihr generell nicht. Sie macht schließlich nur das, was sie schon immer getan hat und worin sie von Parteitagen und Wählern bestärkt wurde. Die selbst ernannte "Kanzlerin aller Deutschen" regiert nicht, sie präsidiert. Sie schaut aus der Ferne ungerührt zu, wie sich andere in Debatten zerfetzen. So hielt sie es bereits in der Koalition mit der SPD, die dabei kräftig abstürzte.

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  • Aus der FTD vom 11.01.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 13.01.2010 17:30:06 Uhr   HaDeTe: Merkels Machtmikado

    Mir gefällt es auch nicht, daß Merkel so abgetaucht ist. Ich denke, daß wir nach
    dem 17.01. schlauer sein werden. Die Kritik aus der zweiten Reihe ist lächerlich.
    Was ist eigentilich das konservative Profil. Dazu hat sich bisher noch niemand er-
    klärt. Der Begriff wird nur allgemein verwendet. Niemand weiß was damit gemmeint ist. Die Art wie Merkel regiert ist eher wohltuend.Vor allen Dingen
    nach den Auftritten von Schröder und Fischer in der Rot/Grünen Regierung-
    zeit.Was bleibt von den beiden Politikern. Nicht viel außer Selbstdarstellung und
    missratenen Reformen insbesondere die Hartz-Reformen.Gut gedacht - schlecht gemacht.Warten wir doch erstmal die ersten 100 Tage der neuen Regierung ab. Die FDP und auch die CSU werden sich in verfüntiges politisches
    Handeln einreihen und beruhigen. Sowohl die FDP als auch die CSU spüren den
    massiven Gegenwind der Wähler. Das wird beide zur Vernunft bringen.Das
    das Verhalten den Medien nicht gefällt ist nachvollziehbar, die vor allen Dingen
    auf Sensation und Krawall getrimmt sind. Immer mit der Ruhe.

  • 12.01.2010 10:39:50 Uhr   Tillmann: Mohn gegen Merkel: Die Ursache?
  • 12.01.2010 00:52:23 Uhr   Nemecky: Merkel und Koch, das heißt: Quotenkiller un...
  • 11.01.2010 20:49:05 Uhr   Cornelius Oberländer: Mohn-Stil vs. Merkel-Stil
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