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Merken   Drucken   03.07.2012, 13:51 Schriftgröße: AAA

Drogerieketten: Rossmann profitiert von Schlecker-Pleite

Des einen Freud ist des anderen Leid - so auch bei den deutschen Drogerieketten. Während Schlecker Insolvenz anmelden musste, können Rossmann und DM ein starkes Umsatzplus vermelden.

Deutschlands zweitgrößte Drogeriekette Rossmann hat im ersten Halbjahr erneut stark zugelegt. Das Unternehmen aus Burgwedel bei Hannover konnte seinen Umsatz zwischen Januar und Juni auf knapp 2,73 Mrd. Euro steigern. Das waren 12,8 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres, teilte Rossmann am Dienstag mit. Die Niedersachsen sind seit der Insolvenz des Rivalen Schlecker im Januar die Nummer zwei in der deutschen Drogeriebranche. Vor ihnen liegt der Konkurrent DM aus Karlsruhe.

Dirk Roßmann ist Gründer und Geschäftsführer der ...   Dirk Roßmann ist Gründer und Geschäftsführer der Drogeriemarktkette Rossmann

Ein Grund für die guten Zahlen sei auch der "Schlecker-Effekt": Durch das Scheitern des ehemaligen Branchenführers konnte sich Rossmann weitere Marktanteile sichern. "Die Höhe dieser Wirkung ist aber schwierig einzuschätzen", hieß es. Zudem seien Faktoren wie die Erweiterung des eigenen Sortiments wichtiger als die Schwäche von Wettbewerbern. Der Umsatz soll 2012 auf 5,8 Mrd. Euro wachsen.

Das niedersächsische Unternehmen beobachtet weiter die Entwicklung bei der Schlecker-Tochter IhrPlatz. Dass sich nun doch weitere Interessenten für IhrPlatz gemeldet hätten, sei überraschend: "Da ist wohl doch noch Bewegung drin. Anscheinend ist das Kapitel IhrPlatz in der Branche doch noch nicht abgeschlossen."

Während Rossmann 2011 rund 5,12 Mrd. Euro erlöste und derzeit 33.000 Beschäftigte hat, kam DM im Geschäftsjahr 2010/11 mit 39.100 Mitarbeitern auf etwa 6,17 Mrd. Euro. Angaben zum Gewinn machte Rossmann nicht. Vor Zinsen und Steuern hatten die inzwischen 2578 Märkte von Firmengründer Dirk Roßmann im vorigen Jahr über 150 Mio. Euro verdient. Unterm Strich kam das Unternehmen auf mehr als 100 Mio. Euro. "Die Entwicklung der Erträge ist grundsätzlich positiv", sagte ein Sprecher.

  • dpa, 03.07.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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