Handel und Dienstleister

Bye-bye Globalisierung: Welthandel bis 2032 – mehr Region, weniger Zuwachs, weniger China

Analyse der Boston Consulting Group: neue Weltordnung der Wirtschaft / USA, China, Europa und Russland richten sich neu aus / 2 Regionen profitieren

Containschiff von oben - (Foto: Freepik, uiinternational) - Bye-bye Globalisierung: Welthandel bis 2032 – mehr Region weniger Zuwachs weniger China

Boston – Geopolitische Konflikte, gestörte Lieferketten, neue Koalitionen: Die Ordnung des Welthandels ist im Umbruch. Wie sich der Warenverkehr in den kommenden 10 Jahren neu ausrichtet, hat die US-Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) in einer Studie analysiert.

Zentrale Prognosen: Regionale Handelswege lösen zum Teil globale Lieferketten ab, der USA-China-Handel schrumpft und der Warenverkehr wächst langsamer als in den letzten 20 Jahren. Der globale Handel wird laut BCG mit 2,8 Prozent weniger stark als die Weltwirtschaft (3,1 Prozent) wachsen.

Einen „deutlichen Abbruch der handelsgetriebenen Globalisierung“ diagnostizieren die BCG-Ökonomen. 5 Trends prägen laut Studie den globalen Handel in den kommenden 10 Jahren:

China und die USA entkoppeln sich

China-Wandel: Der Warenfluss zwischen dem Reich der Mitte und dem Westen bremst ab, wegen politischer Konflikte und staatlicher Eingriffe. Das Volumen mit den USA soll 2032 um 197 Milliarden Dollar niedriger liegen als 2023. Der EU-China-Handel wächst, aber langsamer als im globalen Schnitt.

Nordamerika im Boom: Das Freihandelsabkommen der USA mit Kanada und Mexiko (USMCA), Nachfolge-Pakt des Nafta-Vertrags, wird den Handel zwischen den 3 Ländern in den kommenden 10 Jahren voraussichtlich um 466 Milliarden Dollar steigern, prognostiziert die BCG-Studie.

Die Asean-Länder sind doppelt begehrt

Südostasien profitiert: Die Abkehr des Westens von China bedeutet Rückenwind für die 10 Asean-Länder, darunter Vietnam, Thailand und Indonesien. Viele Konzerne werden dort aktiv. Der Handel mit dieser Weltregion wird bis 2032 nach der BCG-Prognose um 1,2 Billionen US-Dollar wachsen.

Nicht nur Unternehmen aus dem Westen zieht Südostasien an – auch der China-Asean-Handel wird laut BCG enorm wachsen (plus 616 Milliarden Dollar bis 2032). Chinas Handelsströme verlagern sich Richtung Vietnam, Indonesien und Co. Zugleich hat China mit sinkenden Kostenvorteilen zu kämpfen.

Indien steigt auf – Russland dockt bei Brics an

Indiens Aufstieg: Niedrige Kosten, qualifizierte Arbeitskräfte und bessere Logistik machen Indien zum wichtigen Markt und zur China-Ergänzung für die globale Industrie. BCG erwartet in den nächsten Jahren ein Handelswachstum von 6,3 Prozent – mehr als das Doppelte des globalen Durchschnitts.

Russland verlagert: Die russischen Handelsströme wandern zu Ländern der Brics-Kooperation. So schätzt BCG, dass Russlands Warenverkehr mit China und Indien bis 2032 um 134 beziehungsweise 26 Milliarden US-Dollar zunimmt. Der EU-Handel geht dagegen um 222 Milliarden US-Dollar zurück.

Nationale ökonomische Sicherheit hat Priorität

Politische Unsicherheit gibt dem regionalen Handel einen Schub: So stehen 2024 weltweit wichtige Wahlen an. Industriepolitik werde sich auf nationale wirtschaftliche Sicherheit, neue Arbeitsplätze und den Ausbau grüner Energie konzentrieren, erwartet Marc Gilbert, Co-Autor der Studie.

„Dies ist keine Eintagsfliege. Diese Veränderungen im Handelsgefüge formen die Weltwirtschaft neu“, betont BCG-Partner Michael McAdoo. Unternehmen müssten umsichtig und entschlossen handeln, um nicht von kurzfristigen Faktoren, die sie nicht kontrollieren, überrascht zu werden.

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