Allianz-Chef Michael Diekmann will sich ergebende Gelegenheiten für Zukäufe prüfen
Die Allianz musste 2011 einen Gewinnrückgang um 46 Prozent von 5,2 Mrd. Euro auf 2,8 Mrd. Euro hinnehmen. Hauptgrund waren Wertminderungen aus Griechenlandanleihen, Bankpapieren und Aktien. Der operative Gewinn belief sich auf 7,9 Mrd. Euro, 4,9 Prozent unter den 8,2 Mrd. Euro des Vorjahres. Die Dividende will der Konzern dennoch bei 4,50 Euro halten. Die Naturkatastrophen - in erster Linie in Thailand, Australien, Neuseeland und den USA - belasteten den Versicherer 2011 mit 1,8 Mrd. Euro, das waren 0,5 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr.
Diekmann sagte, die Allianz werde Möglichkeiten zu Übernahmen genau prüfen, auch wenn es keinen "unbedingten Handlungsbedarf" gebe. In den vergangenen Jahren hatte die Allianz Zukäufe kritisch gesehen, die neuen EU-Regeln Solvency II sorgten für viele Unsicherheiten. "Diese klären sich jetzt nach und nach", sagte Diekmann. "Gleichzeitig ergeben sich infolge von Geschäftsmodelländerungen der Banken oder aufgrund krisenbedingter Schwächen von lokalen Wettbewerbern neue Gelegenheiten."