Axa Deutschland-Chef Frank Keuper will sich des Storno-Themas annehmen
Die Axa Lebensversicherung und die zum Konzern gehörende DBV Leben werden die den Kunden gut geschriebene Überschussbeteiligung für 2012 senken. Bei beiden Gesellschaften geht die laufende Verzinsung von 4,0 Prozent auf 3,8 Prozent zurück. Die Gesamtverzinsung - einschließlich der bei Vertragsende gezahlten Gewinnanteile - sinkt von 4,8 Prozent auf 4,6 Prozent. Damit folgt die Axa als erster großer Versicherer einigen kleineren Rivalen, die bereits abgesenkt haben.
Der Kölner Versicherer will wie angekündigt bis 2015 insgesamt 1600 von 9700 Vollzeitstellen streichen. Der Abbau soll wesentlich zur geplanten Kostensenkungen von 220 Mio. Euro im Jahr beitragen. "Das ist notwendig, um die Wettbewerbsstärke der Axa für die Zukunft sicherzustellen", sagte Keuper. Bei dem Kostensenkungsprogramm gehe es darum, die Arbeitsabläufe zu verschlanken, die Funktionen zu konzentrieren und Geschäftsabläufe zu digitalisieren.
Für das laufende Jahr rechnet Keuper mit einem Wachstum der Beitragseinnahmen des Konzerns um 1,5 Prozent bis 2 Prozent auf 10,5 Mrd. Euro bis 10,6 Mrd. Euro. Hauptwachstumsbringer ist zurzeit die private Krankenversicherung mit einem Plus von 6 Prozent, zum Teil auf Grund von Beitragsanhebungen. Die Schaden- und Unfallsparten legen um 3 Prozent zu, während die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um 2 bis 2,5 Prozent fallen.