Die Versicherer hoffen auf sinkende Provisionen: Zurzeit berechnen die Vergleichsanbieter im Schnitt 80 Euro, wenn ein Kunde über ihre Seite ein Angebot der teilnehmenden Firmen klickt und den Vertrag abschließt. Zudem behalten die Portale sämtliche Kundendaten. Damit können sie Nutzern in ein oder zwei Jahren einen neuen Preisvergleich nahelegen und erneut Provision verdienen. Diese Möglichkeit erschließen sich auch die Anbieter hinter Transparo.de.
Gleichzeitig führen die Versicherer einen Abwehrkampf, weil ihr eigenes Internetgeschäft schwächelt. Bis vor drei Jahren gingen die meisten Kunden, die online einen neuen Versicherer suchten, auf die Website einer Gesellschaft und schlossen direkt dort ab. Seit 2009 aber haben die Vergleichsportale die Marktführung übernommen. Wegen hoher Provisionen ist jedoch etwa die HUK-Tochter HUK24 nicht mehr bei Check24 dabei und kann so keine neuen Kunden gewinnen.
Konkurrenten als Teilnehmer
Bei Aspect Online hieß es, mit der neuen Marke wolle die Firma die Zahl der vermittelten Autoversicherungen "vervielfachen". Der Vorstand wollte zu Zielen nichts sagen.
Erfolg oder Misserfolg der neuen Marke Transparo.de hängt davon ab, ob eine ausreichende Zahl von Versicherern als Anbieter mitmacht, obwohl das Portal drei Konkurrenten gehört. HUK-Coburg ist der Marktführer in der Autoversicherung, Talanx ist die Nummer drei im deutschen Versicherungsmarkt. WGV gehört zu den mittelgroßen Gesellschaften.