FTD.de » Unternehmen » Versicherungen » EM.TV-Skandale kosten Assekuranz noch mehr

Merken   Drucken   22.10.2009, 09:15 Schriftgröße: AAA

Weitere Zahlungen: EM.TV-Skandale kosten Assekuranz noch mehr

Der Medienkonzern Constantin Medien hat 20 Ex-Manager wegen zahlreicher Verfehlungen auf Schadenersatz verklagt. Jetzt muss deren Managerhaftpflicht zahlen. Nach der US-Gesellschaft Chubb einigte sich auch der Bermuda-Versicherer Ace mit der neuen Führung des Münchener Konzerns. von Herbert Fromme 
Der Gesamtschaden aus der Managerhaftpflicht (D&O) wegen der Skandale um EM.TV  beläuft sich für die Versicherer auf 57,5 Mio. Euro. Constantin Medien als Nachfolgerin der EM.TV teilte mit, dass der Bermuda-Versicherer Ace 27,5 Mio. Euro wegen des Fehlverhaltens von 20 Managern in zahlreichen Affären zahlen wird, vor allem der Brüder Thomas und Florian Haffa.
Zuvor hatte sich die US-Gesellschaft Chubb  mit Constantin auf einen Vergleich über 30 Mio. Euro geeinigt. Chubb hatte zudem 8,8 Mio. Euro für Anwaltskosten zur Abwehr der Ansprüche ausgegeben.
Ein weiterer Versicherer muss für Managerfehler bei EM.TV zahlen   Ein weiterer Versicherer muss für Managerfehler bei EM.TV zahlen
EM.TV war vor zehn Jahren ein Star des neuen Marktes. Nach einem steilen Absturz stand die Firma im Zentrum von Skandalen und Anlegerklagen.
Chubb hatte die frühere EM.TV für D&O-Schäden bis 51 Mio. Euro versichert, die Deckung von 51 Mio. Euro bis 102 Mio. Euro übernahm Ace. Constantin hatte ursprünglich die gesamten 102 Mio. Euro von den beiden Versicherern verlangt, nachdem es die Ex-Vorstände auf Schadenersatz in dreistelligen Summen verklagt hatte.
Constantin muss von den 57,5 Mio. Euro mindestens 9 Mio. Euro an eine Tochter der Deutschen Bank  abführen, die in der Affäre um EM.TV und die Formel-1-Rechte geschädigt wurde. Deutsche Morgan Grenfell einigte sich vor einigen Jahren in einem Vergleich mit Constantin Medien auf das Vorgehen: Von D&O-Zahlungen im Zusammenhang mit der Formel-1-Affäre steht der Bank ein Drittel zu. Die Summe könnte sich noch auf 12 Mio. Euro erhöhen.
Es handelt sich um einen der größten D&O-Schäden des Jahres 2009. Erst im September hatte sich Siemens mit einer Gruppe von Gesellschaften unter Führung der Allianz auf 100 Mio. Euro wegen des Fehlverhaltens von Vorständen in der Korruptionsaffäre verständigt. Der gesamte Markt in Deutschland wird auf 300 Mio. Euro bis 500 Mio. Euro Prämieneinnahme geschätzt.
  • FTD.de, 22.10.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
FTD-Versicherungsmonitor
FTD-Versicherungsmonitor

Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.

Jetzt kostenlos abonnieren
Tweets von FTD.de Unternehmens-News

Weitere Tweets von FTD.de

  16.05. Wissenstest Sind Sie Flughafenkenner?

Die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER schlägt Wellen. Die internationalen Flughäfen sind nicht nur dynamische Orte, sondern auch Großunternehmen. Kennen Sie sich gut mit Airports aus?

Zunächst eine Frage zum weltgrößten Flughafen. Derjenige mit dem größten Passagieraufkommen ist …

Wissenstest: Sind Sie Flughafenkenner?

Alle Tests

Tools für Unternehmer
 
Gründung Finanzierung Steuern Firmenwert Vorlagen
Verträge und Vorlagen Sie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr

Newsletter:   Eilmeldungen Unternehmen

Autobauer unterschreibt milliardenschwere Übernahme? Mit uns wissen Sie es, bevor die Tinte trocken ist.

Beispiel   |   Datenschutz
  • Ackermann-Nachfolger: Anshu Jain - Wider die Deutschtümelei

    Eine Bilanz vor dem Amtsantritt? Verbietet sich. Eigentlich. Nicht so bei Anshu Jain. Denn Josef Ackermanns Nachfolger hat schon vor dem Start bei der Deutschen Bank viel verändert. mehr

  •  
  • blättern
  Bilderserie Deutsche Bank Ackermanns Meilensteine

Bilderserie

  31.05. Wirtschaft Spendierhosen bei VW sitzen enger
Wirtschaft: Spendierhosen bei VW sitzen enger (00:01:36)

Der Tarifabschluss für die Angestellten des Automobilkonzerns entspricht weitgehend dem Flächenvertrag in der Metall- und Elektrobranche. Laut IG-Metall ist er aber "einen Schnaps besser". mehr

FTD-Blogs
Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

 



markets
  DAX 6264,38  [-16.42 -0,26%
  Dow Jones 12393,45  [-26.41 -0,21%
  Nasdaq Composite 2827,34  [-10.02 -0,35%
  Euro Stoxx 50 2118,94  [2.76 +0,13%
VERSICHERUNGEN

mehr Versicherungen

INDUSTRIE

mehr Industrie

FINANZDIENSTLEISTER

mehr Finanzdienstleister

HANDEL+DIENSTLEISTER

mehr Handel+Dienstleister

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote