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Physische Aktien werden heute kaum noch gehandelt -vielmehr geht es um Wertpapiere, Derivate und ETFs.

Wertpapiere zählen zu den klassischen Anlageprodukten, die schon seit Jahrzehnten von zahlreichen Anlegern genutzt werden. Wer mit Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren handeln möchte, benötigt zunächst allerdings ein Wertpapierdepot, welches häufiger auch als Aktiendepot bezeichnet wird.

Wir möchten Sie im folgenden Ratgeber auf FTD.de  informieren, welche Wertpapiere Sie auch 2020 in einem Depot verwahren können, wodurch sich Aktiendepots der Anbieter unterscheiden und was Sie sonst noch zum Thema Wertpapierdepot wissen sollten, beispielsweise über die Kosten des Aktiendepots.

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1. Wie funktioniert ein Wertpapierdepot?

Die Funktionsweise eines Aktiendepots ist relativ einfach zu erläutern, denn sie ist in weiten Teilen mit der eines Girokontos zum Zahlungsverkehr zu vergleichen.

Der große Unterschied besteht lediglich darin, dass auf dem Girokonto bekanntlich Geld-Guthaben verbucht werden, während auf einem Wertpapierdepot eben Wertpapiere mit der jeweiligen Anzahl oder einem Nominalbetrag (bei Anleihen) verbucht werden.

Wenn Sie also beispielsweise an der Börse 20 Aktien der Deutschen Lufthansa erwerben, werden diese 20 Aktien als Bestand in Ihr Wertpapierdepot eingebucht. Wenn Sie diese Aktien anschließend wieder verkaufen, findet dementsprechend eine Ausbuchtung statt, der Bestand in Ihrem Wertpapierdepot wird also durch den Verkauf an der Börse um die entsprechende Stückzahl reduziert.

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Damit eine Transaktion auf dem Aktiendepot stattfinden kann, müssen Sie der Bank oder dem Broker einen entsprechenden Kauf- oder Verkaufsauftrag erteilen. Je nachdem, welchen Anbieter Sie nutzen, kann diese Auftragserteilung auf den folgenden Wegen erfolgen:

  • persönlich in der Geschäftsstelle (Filialbank)
  • Telefax
  • Telefon
  • Webseite / Handelsplattform
  • App
Es gibt heutzutage also zahlreiche Wege, über die Sie eine Wertpapierorder erteilen können und wie Sie die geeignete Aktie finden können. Der Handelsauftrag muss zudem einige Pflichtdaten enthalten, wie zum Beispiel die Bezeichnung des Wertpapiers nebst ISIN, die Stückzahl bzw. der Nominalwert und darüber hinaus können Sie ein Limit angeben.
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2. Wertpapier- oder Aktiendepot: Verwahrung und Buchung von Aktien & Co.

2.1. Welche Wertpapiere können im Depot verwahrt werden?

Das Wertpapierdepot hat die wesentliche Aufgabe, dass dort Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere verwahrt und deren Bestände verbucht werden. Grundsätzlich können prinzipiell sämtliche Wertpapiere, die am Markt angeboten werden, in einem Depot verbucht werden.

Dabei handelt es sich insbesondere um die folgenden Wertpapierarten:

  • Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere)
  • Aktien
  • Investmentfonds
  • ETFs
  • Derivate, zum Beispiel Optionen bzw. Optionsscheine
  • Zertifikate

Im Grunde lassen sich also alle Wertpapiere in einem Depot verwahren und verbuchen, die an der Börse gehandelt werden können. Wenn also von einem Aktiendepot gesprochen wird, dann ist damit stets ein Wertpapierdepot gemeint, in dem nicht nur Aktien, sondern auch alle anderen Wertpapiere verbucht werden können.

3. Wer bietet ein Wertpapierdepot für Anleger an?

3.1. Anbieter werden in drei Gruppen untereilt: Filial- oder Direktbank sowie Online-Broker

Wenn Sie in Kürze oder in einiger Zeit ein Wertpapierdepot eröffnen möchten, müssen Sie natürlich wissen, wer ein solches Depot eigentlich anbietet. Zunächst einmal sind es die weitaus meisten Filialbanken, die ihren Kunden ein Wertpapierdepot zur Verfügung stellen. Darüber hinaus offerieren auch zahlreiche Direktbanken den Handel mit Wertpapieren, sodass das Depotkonto ebenfalls zur Verfügung gestellt wird. Nicht zuletzt ist insbesondere die dritte Gruppe von Anbietern erwähnenswert, nämlich Online-Broker.

Die so genannten Aktienbroker haben sich sogar darauf spezialisiert, ihren Kunden ausschließlich den Handel mit Wertpapieren und damit natürlich auch ein Depot zur Verfügung zu stellen.
» Weiteres zum Handel mit Aktien und Wertpapieren auf FTD.de

In der Übersicht sind es also die folgenden drei Anbietergruppen, die neben dem Handel mit Wertpapieren auch ein Aktiendepot offerieren:

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3.2. Zu folgenden Gebühren können Sie Aktien bei diesen Anbietern handeln

Eine Eigenschaft weisen alle aufgelisteten Anbieter auf: Das Aktiendepot ist kostenlos.

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Ferner variieren beim Aktiendepot Gebühren, beispielsweise die Ordergebühren – diese ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Anbieter Gebühren
DEGIRO
  • Fixkosten: 0,00 Euro / Monat
  • Ordergebühr: ab 2,26 Euro
Consorsbank
  • Fixkosten: 0,00 Euro / Monat
  • Ordergebühr: ab 3,95 Euro
Flatex
  • Fixkosten: 0,00 Euro / Monat
  • Ordergebühr: ab 5,90 Euro
Onvista
  • Fixkosten: 0,00 Euro / Monat
  • Ordergebühr: ab 6,50 Euro
ING
  • Fixkosten: 0,00 Euro / Monat
  • Ordergebühr: ab 9,15 Euro

Die Ordergebühren sind Durchschnittspreise und können abweichen.

4. Welche Kosten verursacht ein Depotkonto?

4.1. Kostenlose Aktiendepots sind üblich – achten Sie auf die Orderkosten

Ob nun von einem Wertpapierdepot, einem Aktiendepot, einem Depot oder einem Depotkonto gesprochen wird: Es ist immer die gleiche Art von Depot bzw. Konto gemeint, nämlich um Wertpapiere zu verbuchen.

Bei nahezu allen Bankprodukten stellen sich Kunden die Frage, welche Kosten mit der Nutzung verbunden sind. Diese Frage ist selbstverständlich auch beim Depot berechtigt, zumal Sie ohnehin die Möglichkeit nutzen sollten, die Anbieter miteinander zu vergleichen. Die meisten Kreditinstitute berechnen eine sogenannte Depotgebühr. Es handelt sich dabei um einen fixen Betrag, der entweder monatlich oder jährlich in Rechnung gestellt wird. Die Depotgebühr ist ein Entgelt dafür, dass die Bank das Depot verwaltet und dem Kunden zur Verfügung stellt. In aller Regel ist die zu zahlende Depotgebühr nicht abhängig von der Nutzung, sie würde also auch dann anfallen, wenn Sie über einen längeren Zeitraum hinweg keine Order erteilen.

Insbesondere diverse Online-Broker verzichten heutzutage auf die Depotgebühr und bieten ihren Kunden demzufolge ein kostenloses Depot an. Manchmal ist die Kostenfreiheit allerdings an Bedingungen geknüpft, manchmal handelt es sich allerdings auch um ein bedingungslos kostenfreies Depot. Sofern Sie Ihr Aktiendepot im Ausland auflösen möchten und auf einen deutschen Anbieter übertragen möchten, ist dies nicht kostenlos.

Beim Vergleich der Anbieter sollten Sie allerdings nicht nur auf die fixen Depotgebühren achten, sondern noch wichtiger ist das Gegenüberstellen der Ordergebühren. Manchmal kosten nämlich beispielsweise fünf Wertpapierorders schon mehr als die gesamte jährliche Depotgebühr.

4.2. Unterschiedliche Anbieter von Depots im Aktiendepot-Vergleich

Auf der Suche nach dem Aktien- beziehungsweise Wertpapierdepot mit den besten Konditionen, greifen Verbraucher häufig auf Aktiendepot-Tests zurück. Generell ist dieses Vorhaben zu unterstützen, denn Sie sollen sich einen eigenen Überblick über die Anbieter am Markt verschaffen.

Nutzen Sie daher den Depot-Rechner und geben Sie die wichtigsten Kennzahlen ein.

Im Archiv der Stiftung Warentest finden Sie einen geeigneten Artikel der Ausgabe Finanztest 2019 – auch hier wird darauf hingewiesen, dass bei einem Wechseln des Wertpapierdepots Geld eingespart werden kann; unabhängig davon, ob Sie zum Aktiendepot-Testsieger oder dem Zweitplazierten wechseln.

4.3. Aktiendepot heutzutage oftmals ein Online-Depot

In immer mehr Fällen handelt es sich beim von der Bank oder dem Broker angebotenen Depot automatisch um ein Online-Depot.

Dies trifft natürlich uneingeschränkt für sämtliche Online-Broker zu, für Direktbanken ebenfalls und darüber hinaus bieten mittlerweile auch zahlreiche Filialbanken zusätzlich über ihre Webseite die Möglichkeit an, ein Online-Depot zu nutzen.

Um ein solches Depotkonto zu eröffnen, müssen Sie lediglich die folgenden Schritte absolvieren:

  1. Depoteröffnungsantrag stellen (online)
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  2. Antrag absenden (online oder postalisch)
  3. Legitimation durchführen
  4. Bestätigung und Zugangsdaten erhalten

Nachdem Sie Ihre Zugangsdaten erhalten haben, können Sie sich fortan über die entsprechende Webseite oder die von der Bank bzw. dem Broker zur Verfügung gestellten Handelsplattform in Ihr Depot einloggen. Von dort aus haben Sie die Möglichkeit, Handelsaufträge zu erteilen, Umsätze und Depotbestand abzufragen und es werden meistens noch weitere Tools und Funktionen zur Verfügung gestellt.

5. Weiter Fragen zum Umgang mit Aktien- beziehungsweise Wertpapierdepots

  • 5.1. Wer darf ein Depotkonto eröffnen?

    Zwar können Sie mit einem Depotkonto keine Schulden machen, da es sich um ein sogenanntes Bestandskonto handelt, welches ausschließlich Guthaben (in Form von Wertpapierbeständen) aufweisen darf. Dennoch darf ein Wertpapierdepot wie jedes andere Bankkonto ebenfalls nur eigenverantwortlich von volljährigen Kunden eröffnet werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Minderjährige die Zustimmung ihrer Eltern zur Depoteröffnung benötigen. Ansonsten ist es im Prinzip jedem Kunden ohne Einschränkung freigestellt, bei der Bank oder einem Broker ein Depotkonto eröffnen zu lassen.
  • 5.2. Was passiert mit einem Aktiendepot, wenn die Bank bankrott geht?

    Damit Sie sich diese Fragen nicht stellen müssen, raten wir Ihnen von Anfang an, nur seriöse Anbieter und finanzstarke Banken zu wählen.

    Sollten jedoch der Fall eintreten, dass die Bank bankrott ist, vollziehen Sie folgende Schritte:

    1. Nehmen Sie Kontakt mit dem Insolvenzverwalter der Bank oder dem Broker auf
    2. Folgende Informationen sollten Sie umgehend an den Insolvenzverwalter übermitteln: Kontaktdaten, Kundennummer, Nachweis Ihres Portfolio
    3. Lernen Sie beim nächsten Mal, die ersten Anzeichen einer Pleite rechtzeitig zu lesen: Informieren Sie sich regelmäßig in den Nachrichten und Finanz-Foren über Gerüchte und Spekulationen
  • 5.3. Was spricht für und gegen Aktien?

    Sofern Sie als Kleinanleger ein Aktiendepot in Erwägung ziehen oder im Finanzbereich ein Anfänger und für ein Aktiendepot interessieren, werden in der Regel die Vor- und Nachteile vor dem Eröffnen vom Aktiendepot gegeneinander abgewogen.

    Im folgenden präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Vor- und Nachteile, die für beziehungsweise dagegen sprechen, ein Aktiendepot zu eröffnen.

    • hohe Gewinne beziehungsweise Rendite durch Kurssteigerungen
    • Rendite ist in der Regel höher als das Anlegen von Geld auf einem Festgeld- oder Tagesgeldkonto
    • risikoreiche Geldanlage
    • insgesamt 801 € Gewinn können Sie machen, weitere Beträge des Aktiendepots müssen in der Steuererklärung angegeben werden