Die Bank ist die erste europäische Bank, die aufgrund der Staatsschuldenkrise in eine Schieflage geraten ist. Das Geldhaus ist vornehmlich im Staatsfinanzierungsgeschäft tätig. Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben die Finanzierungsquellen der Bank wegbrechen lassen.
Ursprünglich sollte das Kreditinstitut zerschlagen werden. Im Dezember des vergangenen Jahres sagten Frankreich, Belgien und Luxemburg der Dexia temporäre Finanzierungsgarantien in Höhe von 45 Mrd. Euro zu. Diese sollten den Finanzierungsbedarf der Bank bis Ende Mai diesen Jahres abdecken.
Dass die Rettungspläne nun noch einmal neu aufgerollt werden, liegt laut "Les Echos" unter anderem an der voranschreitenden Staatsschuldenkrise. Diese schwächt die finanzielle Situation der Staaten - und damit auch die Qualität ihrer Garantien. Die Ablösung ausstehender Kredite gestaltet sich für den französischen Staat damit schwerer als erwartet.
Auch Belgien denkt über eine Verstaatlichung nach. In Brüssel sei man mittlerweile der Meinung, dass eine Verstaatlichung am Ende billiger sei als die Zusicherung von Staatsgarantien, berichtet die Tageszeitung unter Berufung auf eine geheime Quelle.