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Zwar wollte sich die Deutsche Börse nicht dazu äußern, das Aus für Xetra - dem Handelssystem der Deutschen Börse - scheint damit aber logisch. Denn NYSE Euronext hat für seine Handelsplätze in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon bereits ein gemeinsames Orderbuch eingeführt.
Das Orderbuch ist das Herzstück einer Börse. In ihm gehen Kauf- und Verkaufsaufträge ein. Da der Börsenhandel heute überwiegend am Computer abläuft, wird auch das Orderbuch elektronisch geführt. Aus den eingehenden Aufträgen errechnet es automatisch den Preis für ein Wertpapier. Wenn sämtliche Kauf- und Verkaufsaufträge für eine Aktie aus dem Universum des kombinierten Unternehmens nur noch in ein Orderbuch laufen, steigt die Liquidität, und der Handel wird kostengünstiger. Analysten der UBS halten es für wahrscheinlich, dass aus Kostengründen Xetra-Geschäft auf das System von NYSE Euronext übersiedelt.
Banken und Aktienhändler, die bisher mit dem 1997 eingeführten Xetra-System arbeiten, reagieren verschreckt auf die Pläne. "Es wird teuer für uns, wenn das System umgestellt wird", sagte Uto Baader, Chef der Baader Bank: "Xetra ist aus unserer Sicht das bessere System." Laut Baader sei das Ende von Xetra ein erstes Eingeständnis der Deutschen Börse an die NYSE Euronext. "Die Fusion ist nichts anderes als die Ausweitung der NYSE auf Europa", sagte Baader.