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13.05.2011, 10:42
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Bruttoinlandsprodukt:
Deutsche Wirtschaft erreicht Vorkrisenniveau
Die beiden Schwergewichte der Euro-Zone, Deutschland und Frankreich, starten kraftvoll ins neue Jahr. Besonders der Binnenmarkt schiebt die Konjunktur stärker an als von Analysten erwartet. Im Vorjahresvergleich wächst Deutschland sogar um 5,2 Prozent.
Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal nahezu vervierfacht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. "Damit wurde das Vorkrisenniveau von 2008 bereits jetzt wieder erreicht", schrieben die Statistiker.
Analysten waren im Schnitt nur von 0,9 Prozent ausgegangen. Am Jahresende hatte es lediglich ein Plus von 0,4 Prozent gegeben, weil der harte Winter vor allem die Baubranche ausbremste. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es nun mit 5,2 Prozent sogar das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung. Wenn die Wirtschaft ab sofort stagnieren würde, käme immer noch ein Jahreswachstum von 2,7 Prozent für 2011 heraus, fügte ein
Sprecher hinzu.
Wegen der hohen Exportabhängigkeit hat die deutsche Wirtschaft seit Ausbruch der Krise eine regelrechte Konjunkturachterbahn hinter sich. Die Exportquote - also die ins Ausland verschifften Waren und Dienstleistungen in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt - liegt bei fast 50 Prozent. Entsprechend brach das BIP im Rezessionsjahr 2009 um fast fünf Prozent ein.
Gutes Zeichen: Container in Hamburg
Noch zu Beginn des vergangenen Jahres hatte kein einziger Volkswirt der deutschen Wirtschaft eine so schnelle Rückkehr zum alten Höchststand vorhergesagt. Selbst der größte Optimist war von einer bis Ende 2011 dauernden Aufholjagd ausgegangen. Pessimisten hatten gar drei Jahre veranschlagt.
Getragen wird das derzeitige Wachstum vor allem von der Binnenwirtschaft. "Sowohl die Investitionen in Ausrüstungen und in Bauten als auch die Konsumausgaben konnten zum Teil deutlich zulegen", teilte das Statistikamt mit. Die Baubranche profitierte dabei von Nachholeffekten, weil am Jahresende viele Arbeiten witterungsbedingt liegen geblieben waren. "Die Expansion von Exporten und Importen setzte sich ebenfalls fort", teilten die Statistiker mit. Der Außenhandel habe aber weniger zum Wachstum beigetragen als die Binnenwirtschaft. Details wollen die Statistiker am 24. Mai nennen.
Volkswirte sind skeptisch
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Reuters, 13.05.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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