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Merken   Drucken   02.01.2012, 17:13 Schriftgröße: AAA

Burgernomics: Big-Mac-Index offenbart Euro-Stärke

Trotz Schuldenkrise ist ein Urlaub in der Währungsunion für US-Bürger relativ teuer: Von der Kaufkraftparität zum Euro ist der Dollar noch weit entfernt. Das zeigt ein bewährter Vergleich von Fast-Food-Preisen.
© Bild: 2009 ddp
Trotz Schuldenkrise ist ein Urlaub in der Währungsunion für US-Bürger relativ teuer: Von der Kaufkraftparität zum Euro ist der Dollar noch weit entfernt. Das zeigt ein bewährter Vergleich von Fast-Food-Preisen. von Barbara Schäder  Frankfurt
Die Euro-Krise geht ins dritte Jahr - trotzdem ist die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar noch überbewertet. Das legt zumindest der Big-Mac-Index nahe: Der Burger kostet im Euroraum derzeit im Schnitt umgerechnet 4,93 Dollar, 21 Prozent mehr als in den USA. Das heißt: Kaufkraftparität zwischen den beiden Währungen wäre erst dann erreicht, wenn der Euro  von seinem derzeitigen Wechselkurs von 1,29 Dollar noch einmal kräftig abwerten würde.
Kursinformationen und Charts
  Euro 1,25381 USD  [0.00032 +0,03%
Der augenzwinkernd gemeinte Index wurde 1986 vom britischen Wirtschaftsmagazin "Economist" erfunden. Obwohl die Preisunterschiede bei Big Macs nicht allein durch den Wechselkurs zu Stande kommen, werfen die Zahlen ein Schlaglicht auf die kuriosen Folgen der Krise: Während sich der Euro trotz Schuldendrama und drohender Rezession in mehreren Staaten der Währungsunion recht gut behauptet, war der Zloty  laut Big-Mac-Index am Montag um 24 Prozent unterbewertet. Dabei steht die polnische Wirtschaft glänzend da: 2011 wuchs sie laut vorläufigen Schätzungen um gut vier Prozent, für das neue Jahr erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Plus von 2,5 Prozent.
Die polnische Zentralbank intervenierte in den vergangenen Wochen wiederholt an den Devisenmärkten, um den Zloty zu stützen. Wie die türkische Lira und die Währungen von Schwellenländern in Asien und Lateinamerika litt die Devise darunter, dass Investoren ihr Geld in Krisenzeiten vorzugsweise in Reservewährungen wie dem Dollar parken. Selbst der Euro legte gegenüber dem Zloty um elf Prozent zu.
Trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums fürchten viele Anleger, dass Polen durch die Euro-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird. 54 Prozent der polnischen Exporte gehen in die Währungsunion, zudem befinden sich die Banken überwiegend im Besitz westeuropäischer Muttergesellschaften.

Teil 2: Kurseinbruch erhöht Staatsschulden

  • FTD.de, 02.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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