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24.01.2012, 08:30
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Börsenausblick:
Der Blick ist abwärts gerichtet
Bei den laufenden Verhandlungen mit Griechenland zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Auch die frischen Zahlen von Siemens spielen eher den Skeptikern in die Karten. Commerzbank-Aktien bleiben weiter gefragt.
von Franz-Georg Wenner
Wie bereits an den europäischen Handelsplätzen dominierten auch in den USA die laufenden Verhandlungen über einen Schuldenerlass für Griechenland das Handelsgeschehen. Nach einer Berg- und Talfahrt schloss der Dow Jones wenige Punkte tiefer bei 12.709 Zählern. Aktien der Bank of America sicherten sich mit Gewinnen von 2,6 Prozent den Spitzenplatz bei den Blue Chips vor Hewlett-Packard und Intel. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index um 0,1 Prozent auf 2.737 Punkte.
Kursinformationen und Charts
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DAX
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6339,94 |
[24.05] |
+0,38% |
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Dow Jones
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12454,83 |
[-74.92] |
-0,60% |
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In Tokio präsentierten sich die Aktienmärkte gut behauptet. Der Nikkei kletterte um 0,2 Prozent auf 8785 Punkte und notierte auf dem höchsten Stand seit drei Monaten. Allerdings blieb der Handel insgesamt recht ruhig, da die meisten anderen asiatischen Börsen wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen blieben.
An der bereits zu Wochenbeginn zu beobachtenden defensiven Haltung vieler Investoren dürfte sich auch heute zunächst nichts ändern. Für Unsicherheit sorgt weiterhin das Thema Griechenland. Die EU-Finanzminister forderten auf ihrem Treffen in Brüssel Zinsen für die Gläubiger von deutlich unter vier Prozent für neue griechische Staatsanleihen. Bisher galten vier Prozent für die Banken als Schmerzgrenze. Eine schnelle Einigung rückte damit in die Ferne. Am Devisenmarkt kann sich der Euro im frühen Geschäft dennoch über der Marke von 1,30 Dollar behaupten. Zuletzt profitierte die Gemeinschaftswährung von einer besseren Stimmung unter den Anlegern. Der Ölpreis wird vom angekündigten Embargo der EU gegen den Iran gestützt und steht bei 110,80 Dollar je Barrel (Brent).
DAX im Fokus
Banken sehen den DAX kurz vor Handelsbeginn rund 0,6 Prozent tiefer bei 6396 Punkten. Erneute sind die Papiere der Commerzbank weit oben zu finden und legen rund zwei Prozent zu.
Mit unerwartet schlechten Nachrichten überrascht
Siemens heute seine Aktionäre vor der Hauptversammlung. Während der Umsatz im ersten Quartal dank eines dicken Auftragspolsters leicht um zwei Prozent auf 17,9 Mrd. Euro zulegte, sank das Volumen der neuen Aufträge um fünf Prozent auf 19,8 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern ging im Jahresvergleich vor allem wegen hoher Sonderlasten um ein Sechstel auf 1,5 Mrd. Euro zurück. "Der Konzern stimmt die Anleger offenbar auf ein schwieriges Jahr ein, das verunsichert", sagte ein Händler. Die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde aber bestätigt. Vorbörslich geben die Papiere rund 2,4 Prozent nach.
Standard & Poor's hat die Bonitätsnote für die französischen Großbanken
Credit Agricole und
Societe Generale gesenkt. Allerdings gab es auch mit Blick in die Zukunft Entwarnung - nach Meinung der Ratingagentur dürften beide Institute keine Probleme haben, ihre Geschäfte im laufenden Jahr zu finanzieren.
Chiphersteller wie
Infineon oder
Dialog Semiconductor stehen unter dem Einfluss von Zahlen der Konkurrenz. Der europäische Branchenkollege STMicroelectronics rutschte in die roten Zahlen und verfehlte beim Umsatz die Analystenerwartungen. In den USA meldete Texas Instruments einen Rückgang beim Überschuss im vierten Quartal von 942 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 298 Mio. Dollar. Die Erlöse blieben mit 3,42 Mrd. Dollar aber noch über den Erwartungen. Nachbörslich legte die Aktie rund drei Prozent zu.
Blick auf die Nebenwerte
Nachdem die
Software AG bereits vor rund zwei Wochen ihre Aktionäre mit überraschend schwachen Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr überraschte, dürften die heute gemeldeten endgültigen Zahlen nur noch wenig Einfluss haben. Demnach verdiente das Unternehmen im Schlussquartal operativ 78 Mio. Euro und damit 17 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Umsatz sank währungsbereinigt um neun Prozent auf 294 Mio. Euro.
Aktien von
Praktiker werden bereits vorbörslich rund sechs Prozent tiefer taxiert. Nach Informationen der "FTD" steht die Baumarktkette bei den Kredit-Verhandlungen mit den Banken zur Vorfinanzierung des Frühjahrsgeschäfts zunehmend unter Zeitdruck.
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages
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FTD.de, 24.01.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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