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Merken   Drucken   06.12.2012, 18:17 Schriftgröße: AAA

Finanzwelt: Der ultimative FTD-Finanzenausblick

Die FTD enthüllt die Identität ihrer beiden "Kapital"-Kolumnisten. Dirk Müller entpuppt sich als Nachfahre von El Greco. Frau Blessing kriegt zu Weihnachten zwei Ponys mit den Namen Hü und Hott. Doch das Schönste ist: Und das ist beileibe nicht alles, was in den nächsten Wochen in der Finanzwelt passieren wird.
© Bild: 2012 DPA/Bildfunk/Arne Dedert
Die FTD enthüllt die Identität ihrer beiden "Kapital"-Kolumnisten. Dirk Müller entpuppt sich als Nachfahre von El Greco. Frau Blessing kriegt zu Weihnachten zwei Ponys mit den Namen Hü und Hott. Doch das Schönste ist: Und das ist beileibe nicht alles, was in den nächsten Wochen in der Finanzwelt passieren wird.
Das Bild "Büßende Magdalena" von El Greco   Das Bild "Büßende Magdalena" von El Greco

7. Dezember:

Die FTD enthüllt die Identität ihrer beiden "Kapital"-Kolumnisten. Über Jörg Berens, 44, und Matthias Pindter, 40, ist zusammengefasst das Folgende zu sagen: Sie sind nette Kerle. Sie mögen Kuchen ebenso wie Kuchenderivate. Und sie haben der Finanzwelt mit Ihrem Tun allzeit eine große Freude bereitet - die allerdings noch größer ausgefallen wäre, wenn sie mit der Verwendung des Adjektivs "keck" etwas sparsamer umgegangen wären.

8. Dezember:

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's lässt sich in 138 Ländern dieser Welt die Formulierung patentieren: "Wir legen Wert auf die Feststellung, dass wir nicht in unangemessener Weise gehandelt haben."

10. Dezember:

Der zweite Liikanen-Report zur Reform der europäischen Bankenwirtschaft wird vorgestellt. Er sieht unter anderem vor, dass sich Banken aber einer Bilanzsumme von 20 Mio. Euro von allen Sparten, die Geldgeschäfte tätigen, trennen sollen. "Die genaue Abgrenzung wird in der Praxis nicht immer ganz einfach sein. Aber im Kern wollen wir erreichen, dass die Institute künftig nur noch aus der IT-Abteilung, der Compliance-Abteilung und dem übrigen Back Office bestehen. Ordentlich beaufsichtigt, dürften von den Banken dann keine größeren Gefahren mehr für das Finanzsystem ausgehen", sagt der frühere Risiko-Chef der deutschen Bank, Hugo Bänziger, der zu den prominentesten Mitgliedern der Liikkanen-Kommission zählt.

13. Dezember:

Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) schafft die erst im April erfundene Werbefigur "Sparmäleon" wieder ab. "Wir haben erkennen müssen, dass die Mehrzahl unserer Mitgliedsunternehmen mit dem ‚Sparmäleon‘ nichts anzufangen weiß", sagt ein Verbandssprecher.

14. Dezember:

Jörg Berens und Matthias Pindter zu Gast in der ARD-Sendung "Beckmann" (gemeinsam mit Moritz Bleibtreu, Till Schweiger, Peter Altmaier und Norbert Röttgen; das Thema lautet "Männerfreundschaft"). Beckmann lehnt sich über den Schreibtisch, blickt Berens in die Augen und fragt: "Lieber Jörg, Matthias und Du haben acht Jahre in ein- und demselben Büro verbracht. Was ist er für ein Mensch?" Berens: "Oooch, der Pindter hat wie jeder Mensch seine schlechte Seiten. Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt war er saisonbereinigt aber immer schwer in Ordnung."

16. Dezember:

Der BVI präsentiert sein neues Werbetier: den "Fehlinvestiger". "Das ist ein Maskottchen, mit dem sich fast alle unsere Mitglieder identifizieren können", sagt der Sprecher.

18. Dezember:

Commerzbank-Chef Martin Blessing kündigt eine strategische Neuausrichtung für das kommende Jahr an - warum und zu welchem Zweck, weiß er allerdings noch nicht. Blessing: "Klar ist, dass es ein Weiter-so nicht geben kann. Stattdessen könnte ich mir erst mal ein Nach-vorn und ein darauffolgendes Wieder-zurück gut vorstellen."

20. Dezember:

Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain hält eine Rede vor führenden Vertretern der deutschen Industrie - und spricht zur allgemeinen Überraschung erstmals bei einer offiziellen Veranstaltung auf Deutsch. Die Resonanz auf den Vortrag ist ausnahmslos positiv, zumal es in einigen Passagen so wirkt, als würde Jain sogar frei reden. Einzig bei ein paar einzelnen Vokabeln offenbart der Manager noch Probleme. So sagte er anstelle von "Kulturwandel" konsequent "Kulturbeutel".

21. Dezember:

Die stets um äußerte Korrektheit bemühte "Frankfurter Allgemeine Zeitung" überschreibt den Artikel zum Auftritt Jains mit der Schlagzeile: "Deutsche-Bank-Chef: Kulturbeutel ist kein Selbstzweck".

24. Dezember:

Commerzbank-Chef Blessing schenkt seiner Frau zu Weihnachten zwei Ponys. Sie hören auf die Namen Hü und Hott.

28. Dezember:

Der Präsident des deutschen Sparkassenverbands, Georg Fahrenschon, muss nach nur sieben Monaten im Amt einräumen, "dass ich der Belastung alleine nicht mehr gewachsen bin". Deshalb soll der DSGV künftig von einer Doppelspitze geführt werden. Zum Co-Vorsitzenden wird der bis dato im Sparkassenlager weithin unbekannte Gregor Maldenwagenvor ernannt.

29. Dezember:

Die "Süddeutsche" zitiert einen hohen Sparkassenfunktionär mit den Worten. "Ich denke, dass sich die Kombination Fahrenschon/Maldenwagenvor bewähren wird."

2. Januar:

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's wird vor einem New Yorker Gericht wegen Irreführung von Investoren zu einer Rekordstrafe von 680 Mio. Dollar verurteilt. Ein Sprecher kündigt an, dass S&P in Berufung gehen wird: "Wir legen Wert auf die Feststellung, dass wir nicht in unangemessener Weise gehandelt haben."

4. Januar:

Die Beraterfirma Roland Berger teilt mit, "dass die Europäische Ratingagentur noch in diesem Quartal an den Start gehen wird".

7. Januar:

KfW-Chef Ulrich Schröder taucht frühmorgens im Standesamt seiner niedersächsichen Geburtsstadt Melle auf, um seinen Namen ändern zu lassen. Künftig will er Ulrich Gutbanker Schröder heißen.

9. Januar:

Weil die Meerschweinchen seiner Frau am Morgen aus dem Stall ausgebüxt sind und es eine Zeit brauchte, sie wieder einzufangen, kommt der Deutschland-Chef der Ratingagentur Fitch, Jens Schmidt-Bürgel, verspätet zu einem Termin mit einem hochrangigen Mitarbeiter der Finanzaufsicht BaFin. "Nicht schlimm, so etwas kann passieren", heißt es aus Aufseherkreisen. Wobei doch kurios sei, "dass ihm das jetzt schon zum zweiten Mal passiert ist".

10. Januar:

Die beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank wollen fusionieren. Entsprechende Verhandlungen würden "seit Monaten geführt" und stünden "kurz vor dem Abschluss", heißt es in einer Mitteilung.

12. Januar:

Stefan Krause, Finanzvorstand der Deutschen Bank, hält auf einem Bankersymposium in Frankfurt eine Rede über "Herausforderungen durch Basel III". In der ersten Reihe sitzt Krauses Freundin, die plötzlich ihr Smartphone zückt, die Email-Funktion aufruft, Krauses Nummer eingibt und schreibt: "Honey, Du siehst fantastisch aus". Ein Beobachter des Vorgangs wird später steif und fest behaupten, dass sich die Szene vergangenes Jahr bei der Hauptversammlungen der Deutschen Bank schon einmal so ähnlich abgespielt habe. Verifizieren lässt sich das natürlich nicht.

13. Januar:

Bankersymposium, Tag II: Bei einer Podiumsdiskussion zum Modethema "Ist langweilig das neue sexy in der Bankenwelt?" tritt KFW-Chef Schröder erstmals unter seinem neuen Namen auf. Ein anderer Teilnehmer, der neue DSGV-Co-Vorsitzende Gregor Maldenwagenvor, droht daraufhin, die Veranstaltung zu verlassen. "Es kann nicht sein, dass Sie, Herr Schröder, den Begriff Gutbanker für sich monopolisieren. Wir von den Sparkassen sind nämlich die viel besseren Gutbanker."

15. Januar:

Mehrere Aufsichtsratsmitglieder der HSH Nordbank beschweren sich öffentlich über den Kurs von Chefaufseher Hilmar Kopper - und spätestens an diesem Tag wird klar, dass die FTD der deutschen Zeitungslandschaft nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich fehlen wird. Dank unserer Vorliebe für krude Verben hätten wir nämlich garantiert getitelt: "HSH-Kontrolleure moppern gegen Kopper."

17. Januar:

Kopper tritt in Hamburg vor die Presse und sagt: "Ich bin hier der Chef. Und wer das nicht akzeptiert, kann sich vom Hof machen." Leider kommt keine Zeitung auf die naheliegende Headline "Kopper nordet moppernde HSH-Kontrolleure ein."

18. Januar:

DZ Bank und WGZ Bank geben bekannt, dass der angestrebte Zusammenschluss "auf unbestimmte Zeit verschoben wird". Zu den Gründen, warum die Fusion geplatzt ist, wollen sich die beiden Institute nicht äußern. Die "Börsenzeitung" stellt in einem Kommentar die steile These auf, "dass das Scheitern etwas mit den handelnden Personen zu tun haben könnte".

19. Januar:

Deutschlands bekanntester Börsen-Newsletter, der altehrwürdige Platow-Brief, kündigt an, sich künftig neben Finanzthemen verstärkt für philosophische Inhalte zu öffnen. Der Name wird entsprechend angepasst: Plato-Brief soll der Platow-Brief künftig heißen.

20. Januar:

Der Frankfurt-"Tatort" spielt diesmal im Finanzmilieu. Plot: Der Börsenmakler Robert Halber von der Meinhof Bank wird eines Morgens tot auf dem Parkett gefunden. Rasch rückt ein Ex-Kollege Halbers ins Visier der Kommissare - der scheinbar harmlose Dirk Möller, von dem es heißt, dass er Halber dessen Fernsehpräsenz geneidet habe. "Der Möller hat es nie abgekonnt, wenn mal ein anderer außer ihm selbst die Birne in die Kameras gehalten hat", steckt die bekannte Börsen-Moderatorin Anja Kohle den beiden Ermittlern. Die Kommissare Frank Steier und Conny Mey aber - gespielt von Joachim Krol und Nina Kunzendorf - hegen bald einen anderen Verdacht: Hatten Halber und Kohle was miteinander? Und war es womöglich Kohle selbst, die Halber umgebracht hat, als der sie verlassen wollte?

22. Januar:

Der mediale Hype um die früheren "Kapital"-Kolumnisten ebbt ab. Die Schlagzeile "War Pindter früher kuchensüchtig?" schafft es nur noch in die Frankfurter Lokalausgabe der "Bild".

23. Januar:

EZB-Chef Mario Draghi räumt auf einer Investorenkonferenz in London ein, dass die Ankündigung, die Zentralbank würde zur Not "unbegrenzt" Staatsanleihen kaufen, womöglich nicht ausreicht, um die Märkte dauerhaft zu beruhigen. Gleich im nächsten Satz fügt der Italiener allerdings an: "Wir haben nie gesagt, dass unbegrenzte Käufe schon das Limit sind. Wir können noch viel mehr kaufen" Der DAX steigt daraufhin binnen weniger Minuten um 9,2 Prozent auf 7288 Punkte.

24. Januar:

Der neue Plato-Brief feiert Premiere. "Zum 200. Geburtstag des großen Philosophen: Warum Kierkegaard in diesem Jahr outperformt", heißt die Titelgeschichte. Die Rede Draghis und die sich anschließende DAX-Rally sind den Redakteuren dagegen bloß noch eine kleine Meldung wert. Noch krasser: Die inzwischen bestätigte Kuchensucht Matthias Pindters taucht als Nachricht erst gar nicht mehr auf. Was nur ist aus der Chronistenpflicht geworden?

25. Januar:

Die neue Compliance-Politik beim Münchner Versicherer Ergo wirkt: In Budapest schließen die Gellert-Therme und zwei weitere Edelbäder. Die Arbeitslosigkeit unter Prostituierten in der ungarischen Hauptstadt steigt auf 43 Prozent. Und die Armbändchen-Industrie des Landes schreibt Rekordverluste.

Händler Dirk Müller im Handelssaal der Börse in Frankfurt   Händler Dirk Müller im Handelssaal der Börse in Frankfurt

26. Januar:

Die Deutschland-Tochter des US-Genealogiekonzerns Ancestry vermeldet eine veritable Sensation: Beim Frankfurter Börsenmakler und bekannten Finanzbuchautor Dirk Müller ("Cashkurs") handelt es sich um einen direkten Nachfahren des spanischen Renaissance-Malers El Greco (1541-1614)! Als Müller davon erfährt, stößt er zunächst ein lautes "Olé" aus. Dann schaut er bei Wikipedia nach, woher der Name "El Greco" stammt, und tanzt daraufhin einen Sirtaki. Schließlich ruft ARD-Börsenmoderatorin Anja Kohl bei Müller an, ob er Zeit für ein Interview habe. Doch Müller hat jetzt Wichtigeres vor: In der VHS Frankfurt steigt am Abend der Kurs "Zeichnen, Malen und Gestalten".

28. Januar:

Die "New York Times" deckt die größte Verschwörung der Finanzgeschichte auf: Der namhafte US-Beteiligungsfonds Apollo - es gibt ihn gar nicht. "Und er hat auch nie existiert, das war alles ein einziger riesiger Fake", schreibt das Blatt. Einer der nun arbeitslosen früheren FTD-Finanzredakteure ist völlig entgeistert, als ihn die Meldung zum Frühstück auf digitalem Verbreitungsweg erreicht. Schließlich hatte die FTD ebenso wie die Konkurrenzblätter in der Vergangenheit wieder und wieder Apollo als möglichen Interessenten genannt, wenn irgendwo in Deutschland eine Bank zum Verkauf stand. Der arbeitslose FTD-Redakteur blickt zum Hund seiner Nachbarin, auf den er an diesem Vormittag aufpassen soll, und murmelt. "Na, Gusti, immerhin wissen wir jetzt, warum Apollo bei all den Bieterverfahren nie zum Zuge gekommen ist." - "Wuff, wuff", antwortet Gusti.

29. Januar:

Die Abonnenten des Morning-Newsletters des "Handelsblatts" erfahren exklusiv: "Apollo scheidet aus Bieterprozess um frühere Karstadt-Quelle-Bank Valovis aus."

30. Januar:

Das Anlegermagazin "Börse Online", das nach erfolgreichem Management-Buyout regelrecht durchstartet, titelt: "Investieren wie El Greco - das sind die zehn besten griechischen Aktien".

31. Januar:

Die Einführung der neuen Solvabilitätsvorschriften für die Versicherungsbranche, Solvency II genannt, verschiebt sich auf unbekannte Zeit. "Wir sollten vernünftigerweise den Start von Solvency III abwarten, eh wir mit Solvency II loslegen", sagt ein Sprecher der EU-Kommission. Auf ein genaues Zieldatum will es sich nicht festlegen, fügt jedoch an, "dass man realistischerweise von einem Datum in der zweiten Jahrhunderthälfte ausgehen sollte".

2. Februar:

Axel Wieandt tritt nur wenige Wochen nach seiner Bestellung zum Vorstandschef der Valovis-Bank schon wieder zurück. Erste Meldungen, der Rückzug des einstigen Starbankers hätte etwas mit dem Ausscheiden Apollos aus dem Bieterverfahren zu tun, bestätigen sich nicht. Stattdessen heißt es aus Wieandts Umfeld, der für seine intellektuelle Brillanz bekannte frühere Chef der Hypo Real Estate habe "eine neue, spannende berufliche Herausforderung gefunden".

3. Februar:

Das Anlegermagazin "Euro am Sonntag" titelt: "Investieren wie El Greco - das sind die zehn besten griechischen Anleihen".

7. Februar:

Das Anlegermagazin "Focus Money" titelt: "Trotz El Greco - jetzt in Gold investieren!"

8. Febuar:

"Eine Liebeserklärung: Deutschland, Deine Volksbanken", heißt an diesem Tag die achtseitige Aufmachergeschichte im "Handelsblatt". Am späten Vormittag gibt der deutsche Sparkassenverband eine von tiefer Bestürzung zeugende Pressemitteilung heraus, in der DSGV-Co-Chef Gregor Maldenwagenvor die Zeitung der Bigamie beschuldigt. Für Aufregung sorgt auch eine Aussage Uwe Fröhlichs, des Chefs des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken: "Wir sind die wahren Gutbanker", wird der oberste Genossenbanker im "Handelsblatt" zitiert. KfW-Chef Ulrich Gutbanker Schröder erwirkt im Laufe des Nachmittags eine einstweilige Verfügung, die Fröhlich bis auf Weiteres verbietet, die Äußerung zu wiederholen.

12. Februar:

Axel Wieandt wird Chef der Raiffeisenbank Seestermühe - und bezeichnet die Berufung in einem Interview mit dem NDR als "weiteren wichtigen Schritt in meiner Karriere". Wieandt folgt auf den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Jens Hüllmann, der zwei Wochen zuvor von der Finanzaufsicht BaFin ohne Angabe von Gründen abberufen worden war.

13. Februar:

Im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals trifft Borussia Dortmund auf Arsenal London. Wie immer bei wichtigen Fußballspielen sitzen die früheren FTD-Finanzredakteure in ihrer Stammkneipe "Backstage" unweit der alten Büros am Frankfurter Nibelungenplatz. "Sagt mal, was hockt ihr Faulpelze hier denn immer noch zusammen?", fragt die für ihre, nun ja: leicht schroffe Art bekannte Bedienung (Name der früheren Redaktion bekannt). "Tja", gibt einer der Redakteure zurück und lächelt geheimnisvoll. "Was grinst Du denn jetzt so bescheuert?", fragt die Bedienung. Um es vorweg zu nehmen: Es wird ein grottenschlechter Kick, der folgerichtig mit einem Null zu Null endet. Was von diesem Fußballabend am ehesten in Erinnerung bleiben wird, das ist die Szene weit nach Spielschluss, als Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller offenkundig ungeduscht aus der Umkleidekabine schlendert. "Sag mal Roman, warum hast Du denn nicht geduscht", fragt ihn ein zum schleimigen Auftritt neigender Reporter der TV-Senders "Sky". - "Habe meinen Kulturwandel vergessen."

  • FTD.de, 06.12.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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