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02.02.2011, 13:43
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App-Store:
Apple stellt Verlagen Ultimatum
© Bild:
2011 ftd.de
Der IT-Konzern sagt Nein zu einer Anwendung von Sony auf dem iPad - und zeigt damit eine klare Absicht: Anbieter von Inhalten will Apple unbedingt in seinen Shop iTunes zwingen.
von Lutz Knappmann und Annika Graf, Hamburg
Apple macht Ernst. Emissäre des Technologiekonzerns sind derzeit auf Besuchstour bei deutschen Verlagen, so ist es in der Branche zu hören, um den Printhäusern noch einmal die Regeln für die Zusammenarbeit zu erklären. Es geht den Kaliforniern vor allem um einen Punkt: Wer seine digitalen Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften auf Apples Lesegeräten verkaufen will, muss diese Transaktion auch über Apples digitalen Kiosk, den App-Store, abwickeln. Ausnahmslos. Bis zum Sommer, so heißt es, hätten die Printhäuser noch Zeit, ihre Geschäftsmodelle anzupassen.
Kursinformationen und Charts
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Apple
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447,135 EUR |
[-4.811] |
-1,06% |
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Sony
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10,693 EUR |
[-0.369] |
-3,34% |
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Was sonst passiert, hat der Elektronikkonzern
Sony zu spüren bekommen. Wie die "New York Times" berichtet, hat Apple einer Sony-Anwendung den Weg in den App-Store verwehrt, mit der Nutzer elektronische Bücher direkt in Sonys Onlineladen hätten kaufen können. Die Gespräche mit Apple seien in eine Sackgasse geraten, teilte Sony am Dienstag auf Anfrage mit. "Wir arbeiten nun an einer anderen Lösung, unser E-Reader-Angebot auf Apples Mobilgeräte zu bringen."
Als Nächstes könnte es den Onlinehändler
Amazon treffen. Mit seiner Kindle-App können iPad-Nutzer bislang noch Bücher direkt von der Amazon-Website herunterladen. Und auch die deutsche Plattform Pubbles, die FTD-Herausgeber Gruner + Jahr und die Bertelsmann Klubsparte Direct Group aufgebaut haben, steht vor der Frage, ob sie sich künftig ganz auf die Apple-Konditionen einlässt, um ihre Kunden weiter auf den Mobilgeräten zu erreichen. So wie es der Axel-Springer-Verlag macht, der für eine Vielzahl seiner Titel wie "Welt", "Bild" oder "Hamburger Abendblatt" Applikationen anbietet. "Alle diese Angebote laufen über den App-Store", bestätigte ein Sprecher.
30 Prozent Umsatzbeteiligung verlangt Apple bei solchen Angeboten. Das Kalkül ist klar: Der Druck von der Hardware-Seite wächst. Im Tablet- und Smartphone-Markt erkämpfen sich die Rivalen Marktanteile, umso wichtiger ist es für Apple, dass der Konzern die Kontrolle über die Apps behält. Auf Kosten der Verlage.
Apples Erfolgsgeschichte
Die allerdings schmerzt noch mehr, dass sie auf Apples Plattform nicht mehr wissen, wer ihre digitalen Zeitungen und Magazine eigentlich liest. Die Kundendaten - Alter, Adresse, Kreditkartennummer - liegen bei Apple. Dabei wären sie für die Verlage wichtig, um etwa Werbekunden zu erklären, wen sie mit Anzeigen in den E-Magazinen erreichen können - und um Lesern weitere Titel anzupreisen.
Wenn Apple heute gemeinsam mit dem Medienkonzern
News Corp. "The Daily" vorstellt, die erste Zeitung, die ausschließlich auf dem iPad erscheint, wird der Technologiekonzern auch bekannt geben müssen, ob er eine Lösung für ein weiteres drängendes Problem der Verlage hat: Abonnements. Bislang gib es im App-Store keine klassischen Abonnements ohne Enddatum. Schlecht für Verlage, die verhindern möchten, dass die Leser sich alle paar Monate fragen, ob sie das bestellte Magazin wirklich brauchen.
Teil 2: "Apple verändert die Regeln, während das Spiel läuft"
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FTD.de, 02.02.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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