Weiterentwicklungschancen, unabhängig ob als Selbständiger, bei altem oder neuem Arbeitgeber
Doch deshalb ins kalte Wasser springen und als freier Mitarbeiter jobben oder ein eigenes Geschäft gründen? Für rund 70 Prozent der Befragten ist das keine Alternative. "Zu riskant" war die häufigste Antwort. 18 Prozent betonten dagegen, dass die Selbständigkeit für sie eine attraktive Beschäftigungsform ist. In Ostdeutschland sind es sogar 23 Prozent. Mehr als jeder Dritte schätzt jedoch, dass Pläne für die Selbständigkeit kompliziert umzusetzen sind. Zudem werden die Rahmenbedingungen mehrheitlich als wenig förderlich bewertet.
"Dass derzeit viele Menschen den konkreten Schritt in die Selbständigkeit scheuen, zeigt, dass erprobte Modelle für eine selbständige Tätigkeit in Deutschland noch wenig bekannt sind", schlussfolgert Amway-Chef Dimitri van den Oever.
Junge gründen häufiger
Natürlich spielt die aktuelle Lebenssituation eine große Rolle: Wer bereits arbeitslos ist oder nur noch verkürzt arbeiten kann, der überlegt sich eher, nebenbei noch frei etwas dazu zu verdienen. Wer noch unverheiratet oder ohne finanzielle Belastungen ist, tut sich damit ebenfalls leichter, als ein langjährig Beschäftigter mit Haus und Familie. Grundsätzlich sind jüngere Beschäftigte gründungswilliger als ältere. Männer sind eher bereit dazu als Frauen, so die Studie.
Gerade 14- bis 29-Jährige stehen der Selbständigkeit auffallend positiv gegenüber. Um ihre Träume von einem selbstbestimmten Berufsleben zu verwirklichen, haben sich sieben Prozent ganz sicher vorgenommen, beruflich auf eigenen Füßen stehen zu wollen.