Bilderserie
Bilder und Simulationen vom neuen Nürburgring
Seine Aufgabe war es, für das Projekt private Investoren zu finden, um den Landeshaushalt zu entlasten. Deubel ließ sich auf windige Geldgeber ein und einen Schweizer Makler, über den der SPD-Politiker sagt, er könne nicht ausschließen, dass dieser "strafrechtlich relevant gehandelt" habe.
Jetzt ist die Privatisierung geplatzt, Steuergeld in Millionenhöhe futsch und Deubel seinen Posten los. Der gibt sich zerknirscht. "Natürlich war das ein politischer Fehler. Wahrscheinlich habe ich auch unterschätzt, welche Bedeutung das hier in Mainz bekommen würde."
Ausgangspunkt des ganzen Unheils ist die Bekanntschaft Deubels mit zwei Männern aus Wiesbaden vor gut einem Jahr. Die betreiben die Firma Pinebeck mit Sitz in Luxemburg. "Sie hatten ein Modell zur Immobilienfinanzierung.
Das war zwar erklärungsbedürftig, aber ich habe es verstanden", sagt der Ex-Minister. Nach diesem Modell ist das Projekt "Nürburgring 2009" um 50 Mio. Euro günstiger zu realisieren als mit einer reinen Staatsfinanzierung. Finanzexperte Deubel ist fasziniert von dieser Perspektive.