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  FTD-Serie: 20 Jahre Mauerfall

Am 9. November 1989 fiel der eiserne Vorhang in Deutschland - die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten wurde durchlässig. Eine FTD-Serie über die Wendezeit und was der Osten seit dem geschafft hat.

Merken   Drucken   04.11.2009, 17:26 Schriftgröße: AAA

Einführung der D-Mark: Kohls großer Fehler  

Kommentar Kaum war die Mauer gefallen, riefen die Demonstranten in der DDR nach der harten Westwährung. Doch die Entscheidung über den Umtauschkurs zwischen Mark der DDR und D-Mark war unüberlegt - und führte zum Niedergang der Ostwirtschaft. von Edgar Most
Edgar Most war der letzte Vizepräsident der Staatsbank der DDR. Von 1990 bis 2004 war er Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Berlin.
"Kommt die D-Mark nicht zu uns, gehen wir zur D-Mark", das war im Winter 1989/90 der Ruf der Demonstranten auf der Straße. Es war in dieser revolutionären Zeit sehr emotional.
Die meisten Menschen wussten nicht oder wollten nicht wissen, dass eine andere Währung auch andere Bedingungen bei Arbeit und bei Sozialem bedeuten wird. Sie wurden aber auch nicht aufgeklärt. Deutschland befand sich im Wahljahr, und es gab viele Versprechungen. Da dann auch noch die letzte gewählte Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik beschloss, gab es weder eine Abschluss- noch eine DM-Eröffnungsbilanz für den Staat DDR.

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  • FTD.de, 04.11.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 06.11.2009 11:50:55 Uhr   Frank63: Kohls großer Fehler

    Fehler ist ja harmlos ausgedrückt. Helmut Kohl hat sich einen Wahlsieg auf Kredit genehmigt. Die Nichtabstimmung nicht mal mit dem Bundesbankpräsidenten Pöhl ist ja ein deutlicher Hinweis auf bewußtes Tun. Die Zeche dafür zahlen entweder dereinst unsere Kinder, oder bei Inflation wir alle durch Ersparnisvernichtung. Wir tollen 85 Millionen Marktwirtschaftler sind ja derzeit nicht mal in der Lage einen ausgeglichenen Haushalt zu erwirtschaften - unter andrem wegen der hohen Zinszahlungen die aus 1990 ff. resultieren. Die deutsche Einheit hätte auch funktioniert mit Sonderwirtschaftszonen etc, Vorschläge von Experten gab es unzählige. Freilich gab es kein Lehrbuch für die Wiedervereinigung - wenn man aber angeblich 40 Jahre lang an diese glaubt, 40 Jahre lang permanent Pläne für einen Krieg aktualisieren kann - warum wurde dann nicht auch 40 Jahre ein Plan für Wiedervereinigeung gepflegt??? Kluge Leute hatten schon lange vor 1990 begonnen die Konförderations-Idee zu verfolgen, einer hieß wohl Schalck-Golodkowski, dessen "Vergehen" im Vergleich zu denen eines Zumwinkel geradezu lächerlich wirken.
    Aber wer an die Macht will, der fährt Bulldozer. Nicht auf Experten zu hören, der Ökonomie zum Trotz handeln, aus Machtinteresse, das verbindet Kohl und Honecker. Machtinstinkt und der Mob der sich selbst arbeitslos schreienden hatten damals Deutschland im Griff. Persönlich hatte ich großes Glück und bin deshalb dem Bundeskanzler sogar dankbar, aber meinen Kindern werde ich wohl Anschluß an China vorschlagen müssen...

  • 05.11.2009 16:50:13 Uhr   Ralf: Kohls großer Fehler
  • 05.11.2009 13:54:47 Uhr   Preusse: Edgar Most
  • 04.11.2009 23:54:38 Uhr   Altossi: zu Edgar Most
  • 04.11.2009 18:07:44 Uhr   Ossi: Zu einseitig
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