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10.01.2012, 17:12
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Finanzielle Unterstützung:
Wirtschaft streicht Parteispenden zusammen
Die Geldgeber wenden sich ab: Das angekratzte Image der Parteien macht den Schatzmeistern von CDU bis SPD zu schaffen. Nur eine kommunistische Splitterpartei bekommt mehr.
Die deutsche Wirtschaft hat ihre Parteispenden massiv zusammengestrichen. Im vergangenen Jahr kassierten die im Bundestag vertretenen Parteien nur noch rund 1,8 Mio. Euro aus Großspenden - gut 800.000 Euro weniger als im Vorjahr. Das geht aus einer Übersicht des Bundestags hervor.
Die CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin
Nach Angaben des Internetportals abgeordnetenwatch.de handelt es sich um die niedrigste Summe seit der Jahrtausendwende. Vor allem die CDU leide unter der gesunkenen Spendenbereitschaft, denn mit 516.130 Euro hätten die Christdemokraten erstmals seit 2000 weniger als 1 Mio. Euro aus Großspenden erhalten.
Nach dem Parteiengesetz müssen Spenden von mehr als 50.000 Euro unverzüglich an den Bundestag gemeldet werden, der die Angaben dann im Internet veröffentlicht. Kleinere Zuwendungen werden erst mit einiger zeitlicher Verzögerung in den Rechenschaftsberichten der Parteien vermerkt.
Größter Spender 2011 war nach Angaben des Bundestags der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie, der CSU und FDP insgesamt 400.000 Euro zukommen ließ. Der Autobauer BMW stellte CDU, CSU, SPD und FDP Fahrzeuge im Gesamtwert von knapp 360.000 Euro zur Verfügung. Der konkurrierende Daimler-Konzern spendete jeweils 150.000 Euro an Sozial- und Christdemokraten - das ist die gleiche Summe wie im Jahr zuvor. Viele andere Unternehmen traten dagegen deutlich auf die Bremse.
Teil 2: Parteispenden haben schlechtes Image
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dpa, 10.01.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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