FTD.de » Politik » Deutschland » Fricke - Unverdauter Schock

Merken   Drucken   09.11.2009, 06:30 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Fricke - Unverdauter Schock  

Nach dem Fall der Mauer überkam das frisch vereinte Land ein großes patriotisches Gefühl. Doch nüchtern betrachtet ginge es uns heute ohne die überhastete Einheit um einiges besser - in West wie Ost. von Thomas Fricke 
Die Deutschen feiern den Mauerfall - und manche gleich auch die anschließende Vereinigung. Da werden gern "die Schulzes aus Grimma" präsentiert, die "in der Einheit ihr Glück fanden". Das Erste ist höchst angemessen. Das Zweite wirkt etwas bemüht, nicht nur terminlich. Wenn man das große patriotische Gefühl einen Moment zurückstellt, könnte man auch die Frage stellen, ob nicht das, was auf den Mauerfall so schwergewichtig folgte, viel mehr dauerhafte und gravierende wirtschaftliche Schäden mit sich gebracht hat als Nutzen.
Und ob es dem Land nicht ohne diese Einheit heute sogar besser ginge - im Westen wie im Osten. Immerhin scheint manches andere ost- und mitteleuropäische Land den großen Umbruch ökonomisch besser bewältigt zu haben, ohne Milliarden-Brüder und -Schwestern im Westen, die dafür die ein oder andere Krise abbekamen.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 09.11.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
  • 09.11.2009 15:49:16 Uhr   Thomas Müller: nur bedingt Zustimmung, Teil 2

    Darüber hinaus hätte sicherlich die Bebehaltung zweier Währungen der ostdeutschen Wirtschaft geholfen. Die Ostmark wäre niedriger bewertet gewesen als die DM, wodurch die ostdeutsche Industrie auch nach der Wiedervereinigung Wettbewerbschancen gehabt hätte. Allerdings sollte man dabei nicht übersehen, dass es dabei in erster Linie um den Erhalt der Industrie geht und nicht darum, über eine Währung immer größere Exportüberschüsse anzuhäufen. Eine solche Politik mag für einzelne kleine Länder durchführbar sein, sie ist aber nicht praktikabel für alle Länder, da per definitionem nicht alle Volkswirtschaften Exportüberschüsse erzielen können und nicht alle Währungen abwerten können. Ein Abwertungswettlauf bedeutet zudem eine Abwärtsspirale, die nur der Exportwirtschaft hilft und der inländischen Nachfrage schadet. Auch diese Problematik wurde von Fricke in der Vergangenheit bereits angesprochen, jetzt aber ignoriert. Ferner bleibt bei der Frage des Umtauschkurses die politische Lage außer Betrachtung. Hätte man damals nicht die DM eingeführt, wäre der Osten heute wahrscheinlich noch bevölkerungsärmer als er es eh schon ist. Erst die Kombination aus falschem Umtauschkurs, Lohnabschlüssen deutlich über Produktivitätszuwachs in Verbindung mit einer rein angebotsorientierten Fiskalpolitik und einer sehr restriktiven Geldpolitik hat zu dem Desaster geführt. Da sich von diesen Punkten nur die Fiskalpolitik ohne weiteres korrigieren lässt, wäre hier also umso dringender eine Umkehr gefordert.

  • 09.11.2009 12:21:57 Uhr   Dominik Esser: Einseitige Sicht der Ökonomen
  • 06.11.2009 15:13:36 Uhr   Thomas Müller: nur bedingt Zustimmung, Teil 1
Kommentar schreiben Pflichtfelder*





Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote